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Was ist zu bedenken?

Bisswunden sind unterschiedlich tief und verschiedenartig gestaltet. Es können gezackte Risse (Lazerationen) der Haut, tief in das Gewebe reichende Löcher oder großflächige Abschürfung sein. Sie verursachen Blutungen, Hautrötung, Schwellungen und Schmerzen unterschiedlichen Ausmaßes. Bisse, die tiefe Wunden und Hautrisse verursachen, bergen eine Gefahr: Sie können Eintrittspforten für verschiedene Infektionserreger sein. Derartige Infektionen können durchaus gefährlich werden:

  • Die Tollwut ist zweifellos die wichtigste und gefährlichste Infektion als Folge von Bissverletzungen. Sie tritt zumeist nach dem Biss eines tollwutkranken wilden Tieres auf, aber auch erkrankte Haustiere (vor allem durch streunende Hunde oder Katzen) können Tollwuterreger mit dem Speichel übertragen. Tiere, die häufig Tollwut übertragen sind u.a. Hunde, Katzen, Füchse, Fledermäuse und andere. Bei Tollwutverdacht muss sofort mit einer Impfbehandlung begonnen werden. Bricht die Erkrankung erst einmal aus, gibt es keine Hilfe mehr!
  • Wundstarrkrampf (Tetanus) kann sich nach jeder Bissverletzung entwickeln, vor allem besteht die Gefahr bei tiefen und verschmutzten Wunden. Wenn Sie in den letzten fünf Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus erhalten haben, sind Sie gegen die Erkrankung in der Regel geschützt. Tetanus ist eine oft tödliche endende, sehr schmerzhafte, von extremen Muskelkrämpfen gekennzeichnete Erkrankung des Nerven-Muskelsystems. Auslöser ist ein giftiges Stoffwechselprodukt der Tetanusbakterien.
  • Infektionen mit Pasteurella-Bakterien werden oft von Katzenbissen verursacht. Sie können schwere Entzündungen der Wundregion, aber auch in anderen Körperorganen auslösen.
  • Andere Tierbisse (z.B. von Giftschlangen) oder Infektionsübertragung durch Nagetiere (z.B. Pest u.v.a.) sind vergleichsweise selten und erfordern stets gezielte ärztliche Behandlung.