Die "Importkrankheit" - Typhus
In den Nachkriegsjahren, vor allen in Flüchtlingsheimen und Gefangenenlagern, war das Wort Typhus besonders gefürchtet und mit Ängsten belegt. Oftmals bedeutete es das Todesurteil. Inzwischen hat diese bakterielle Infektionskrankheit bei uns ihren Schrecken weitgehend verloren. In Deutschland wurden im Jahre 2000 nur noch etwa 100 Erkrankungen gemeldet. Nur einer von etwa 100 Erkrankten verstirbt dank der modernen Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika. Dennoch: Typhus ist weltweit keineswegs ausgerottet. Experten sprechen daher von einer "Importkrankheit", da die Erkrankungsfälle in der Regel (etwa 80% der Erkrankungsfälle) durch Reisende aus anderen Ländern eingeschleppt werden.
