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Grüner Tee - der Klassiker aus Nahost

Nach einer Legende gibt es den Grünen Tee seit über 2700 Jahren vor Christus. Einem chinesischen Kaiser fielen auf einer seiner Reisen durchs Land Blätter vom Teestrauch in seinen Wasserkessel. Damals wie heute bestach der Aufguss durch seinen würzigen Geruch. Über Japan, Indien und Ceylon gelangte der Grüne Tee zu Beginn des 17.Jahrhundert auch nach Europa. Tee war früher stets Grüner Tee, schwarzen Tee gibt es erst seit zwei Jahrhunderten.

Grün und Schwarz aus einem Strauch

Bad Heilbrunner
Der Teestrauch, aus dem das Material für den Grünen Tee gewonnen wird, ist in mehreren Varianten bekannt. Der so genannte Chinesische Tee trägt die botanische Bezeichnung Camellia sinensis. Der Strauch Camellia assamica ("Indischer Tee") ist dagegen größer. Letzterer kann natürlich gewachsen eine Höhe von weit über 10 Meter erreichen. Seine Blätter werden bis zu 15 cm lang. Der kleinere Camellia sinensis wird dagegen nur bis zu vier Meter hoch und hat deutlich kleinere, dicke und dunkelgrüne Blätter. Camellia japonica ist die japanische Variante des Teestrauchs.
Aus allen drei Sträuchern wird aber nicht nur das Rohmaterial für den Grünen Tee gewonnen. Grüner Tee unterscheidet sich bis zur Verarbeitung nicht vom Schwarzen Tee, das Blattmaterial ist identisch.

Kurzzeitiges starkes Erhitzen verhindert Fermentation
Die Ernte kann über das Jahr verteilt erfolgen. Der Zeitpunkt hat allerdings ebenso wie der Ort, an dem der Tee angepflanzt wurde, Einfluss auf die Qualität des späteren Produkts.
Direkt nach dem Pflücken werden die Blätter, die für den Grünen Tee bestimmt sind, über siedendem Wasser stark erhitzt und später geschleudert und bei ca. 70°C getrocknet. Dadurch werden die Enzyme in den Blättern zerstört, die für den Gärungsprozess verantwortlich sind. Außerdem werden die trockenen Blätter des Grünen Tees nicht gebrochen, so dass kein Zellsaft austreten kann. Der Prozess der Fermentation, der charakteristisch für die Herstellung des Schwarzen Tees ist, wird somit ausgespart.

Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten
Bei der schonenden Verarbeitung des frischen Blattguts bis zum fertigen Grünen Tee gehen nur sehr wenige Inhaltsstoffe verloren. Daher erhält der Tee neben anderen Vitaminen vor allem das so wichtige Vitamin C. Der Gehalt ist so hoch, dass bereits zwei Tassen Grünen Tees annähernd den täglichen Bedarf eines erwachsenen Menschen decken. Grüner Tee enthält damit so viel Vitamin C wie Zitronen.
Auch Mineralien enthält der Grüne Tee. Calzium, Eisen, Fluorid und Magnesium sind nur einige Beispiele dieser wichtigen Stoffgruppe, die in einem Aufguss vorhanden sind.
Die wichtigsten gesundheitlichen Wirkungen werden allerdings von den sekundären Pflanzenstoffen erreicht. Für den Gerbstoff Epigallocatechingallat (EGCG) ist eine tumorhemmende Wirkung nachgewiesen. Dazu verdünnen die Gerbstoffe im Grünen Tee das Blut, so dass die Gefäße nicht so schnell "verkalken". Weitere sekundäre Pflanzenstoffe im Grünen Tee ist die Gruppe der Flavonoide. Sie unterstützen die Immunabwehr.
Natürlich ist im Grünen wie auch im Schwarzen Tee Koffein, beim Tee auch Tein genannt, enthalten. Grüner Tee wirkt jedoch nicht so anregend wie die fermentierte Variante, da das Koffein an Gerbstoffe gebunden ist und nur nach und nach an den Körper abgegeben wird. Koffein regt vor allem den Kreislauf, das Nervensystem und die Leber an.


Grüner Tee gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Altern
Grüner Tee schmeckt nicht nur gut, er ist auch vielseitig gesundheitsfördernd einsetzbar. Da der Grüne Tee vor allem die Zellen schützt, ist er eine wirksame Waffe gegen das alt werden. Regelmäßiger Genuss soll sogar ein Krebsrisiko bedeutsam mindern.
Ebenso wie Gefäßerkrankungen lassen sich durch den Genuss auch Herz-Kreislauferkrankungen mindern. Das Herzinfarktrisiko ist dadurch für einen regelmäßigen Grünteetrinker tatsächlich herabgesetzt.
Durch die besondere Kombination der Inhaltsstoffe kann der Körper die angebotenen Vitamine sogar noch besser aufnehmen. Grüner Tee ist einfach gesund!

Eistee-Rezepte mit Grünen Tee (jeweils für 4 Drinks)

Minze on the rocks (alkoholfrei)
Grüner Tee
Pfefferminztee
0,2 l Aprikosennektar
gekühltes Mineralwasser
Eiswürfel
Minzezweig
Shaker

Ca. 0,4 l Grünen Tee und 0,2 l Pfefferminztee nach Packungsangabe zubereiten, in einer Kanne zusammen schütten und abkühlen lassen. Vier Mal jeweils eine Handvoll Eiswürfel in einen Shaker geben, ein Viertel des Tees (0,15 l) und 0,05 l Aprikosennektar dazugießen. Etwa eine Minute kräftig schütteln. Den Eistee in ein mit zerstoßenem Eis gefülltes Longdrinkglas abseihen (abgießen, so dass nur die Flüssigkeit bleibt). Mit einem Schuss Mineralwasser auffüllen und einem Minzezweig dekorieren.
 
Exotic-Tic-Tea (mit Alkohol)
Grüner Tee
0,1 l Bananennektar
0,1 l Ananassaft
0,1 l Orangensaft
Campari
Eiswürfel

Nach Packungsangabe 0,6 l Grünen Tee zubereiten und abkühlen lassen. Einige Eiswürfel in ein Gefäß geben, den Tee darüber gießen und gut durchkühlen lassen.
Mit Bananennektar, Ananas- und Orangensaft mischen. Eiswürfel in vier Longdrinkgläser geben und den Tee darüber gießen. Je nach Geschmack mit Campari aufgießen.

Fruity Green (alkoholfrei)
Grüner Tee
0,1 l Bananennektar
0,1 l Pfirsichnektar
gekühltes Mineralwasser
Eiswürfel

Nach Packungsangabe 0,75 l Grünen Tee zubereiten und abkühlen lassen. Einen Schöpflöffel Eiswürfel in eine Kanne geben, mit dem Tee übergießen und verrühren.
Bananen- und Pfirsichnektar hinzufügen. Einige Eiswürfel zerstoßen, in Longdrinkgläser geben und mit dem kalten Tee übergießen. Mit Mineralwasser aufschäumen.

Minz-Gletscher (mit Alkohol)

Bad Heilbrunner
Grüner Tee
Pfefferminztee
0,2 l Aprikosennektar
0,1 l Weißer Rum
gekühltes Mineralwasser
Eiswürfel
Minzezweig
Shaker

Ca. 0,4 l Grünen Tee und 0,2 l Pfefferminztee nach Packungsangabe zubereiten, in einer Kanne zusammen schütten und abkühlen lassen. Vier Mal jeweils eine Handvoll Eiswürfel in einen Shaker geben. Dazu ein Viertel des Tees (0,15 l), 0,05 l Aprikosennektar und 0,05 l weißen Rum dazugießen. Etwa eine Minute kräftig schütteln. Den Eistee in ein mit zerstoßenem Eis gefülltes Longdrinkglas abseihen (abgießen, so dass nur die Flüssigkeit bleibt). Mit einem Schuss Mineralwasser auffüllen und einem Minzezweig dekorieren.

   
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