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Tai Chi

Tai Chi Chuan (Hochchinesisch: Taijiquan) wurde anfangs des 17. Jahrhunderts als eine waffenlose Kampfkunst mit weichen und langsamen Bewegungen entwickelt. Bis dahin kämpfte man mit harten Schlägen und schnellen Bewegungen. Heute ist Tai Chi Chuan eine Art meditativer Gymnastik.

Bei Laotse findet man die philosophische Grundlage des Tai Chi Chuan: «Nichts in der Welt ist weicher und schwächer als Wasser, und doch nichts, was Hartes und Starkes angreift, mag es zu übertreffen. Schwaches überwindet das Starke, Weiches überwindet das Harte».
Auf dieser Idee, dass Weiches etwas Hartes besiegen kann, gründen die fliessenden, sanften Bewegungen des Tai Chi Chuan.

Tai Chi Chuan besteht aus einer Folge einzelner Bewegungsabläufe. Einige dieser Bewegungen sind tierischem Verhalten nachempfunden und werden zum Beispiel „der Kranich hebt seine Schwingen“, „das Wildpferd schüttelt die Mähne“ oder „der Affe weicht zurück“ bezeichnet. Im Westen findet sich für Tai Chi Chuan auch der Ausdruck „Schattenboxen“. Zum Teil sieht es so aus, als würden Tai-Chi-Übende gegen einen imaginären Feind kämpfen.
Tai Chi Chuan gehört in China zur Gruppe der Übungen, die Bewegung, Meditation und Heilgymnastik miteinander verbinden. Seit dem letzten Jahrhundert wird auch in in China anerkannt, dass solche Übungssysteme einen hohen gesundheitlichen Wert haben.

LITERATUR:
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Tai Chi für AnfängerDr. Thomas Methfessel
Tai Chi für Anfänger
Illustrierte Einführung in die chinesische Bewegungsmeditation
9. Aufl. 2002. 144 S. m. 10 Zeichn. u. 168 Fotos. 21 cm; Kt; Deutsch
Oesch Verlag , 2002