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Wechseljahre
Die Wechseljahre – Hintergründe
Das Hormon Östrogen regelt und beeinflusst den Zyklus der Frau. Beim Mädchen wird die Pubertät durch das Ansteigen der Östrogenproduktion ausgelöst.
Das Östrogenniveau bleibt etwa 25 Jahre relativ konstant und nimmt danach kontinuierlich ab. Die Wechseljahre (auch Klimakterium genannt) gehören zum Leben einer Frau. Sie sind kein Fehler der Natur und auch keine Krankheit. In dieser Zeit beenden die Eierstöcke langsam ihre Östrogenproduktion und der Hormonhaushalt pendelt sich auf einem niedrigeren Niveau ein.
In der Regel findet der Wechsel etwa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr statt. Die Menstruationsblutungen werden unregelmäßig, schwächer oder auch kürzer, die letzten Zyklen finden ohne Eisprung statt. Die allerletzte Regelblutung wird als Menopause bezeichnet. Sie lässt sich erst im nachhinein ermitteln, wenn ein Jahr lang keine Blutung mehr aufgetreten ist. Wenn dies auch heißt, dass die Fähigkeit Kinder zu bekommen zu Ende ist, so bedeutet das noch lange nicht ein Ende der Wechseljahre. Jede Frau empfindet die Wechseljahre anders.
Während manche Frau fast keine Probleme hat, leiden viele an den Folgen der hormonellen Veränderungen. Es können Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Blutdruckschwankungen, Schwindelanfälle, eingeschlafene Gliedmaßen oder geschwollene Gelenke auftreten. Auch Haut und Schleimhäute werden bei vielen trockener, manchmal treten Blasenbeschwerden und Schwierigkeiten beim Urinhalten auf. Bei vielen Frauen kommen zusätzlich noch psychische Beschwerden (wie traurige und gereizte Verstimmungen oder Schlafstörungen) hinzu.
Phyto-Östrogene: Helfer mit Naturtalent
Phyto-Östrogene, wie beispielsweise Isoflavone aus der Soja-Bohne und Lignane aus Leinsamen sind pflanzliche Hormone und gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen.
Sie können im Körper östrogen-ähnlich wirken und haben antioxidative Eigenschaften. Die Wirkung von Phyto-Östrogenen ist sehr viel schwächer als beim Hormon Östrogen. Das Funktionsprinzip ist einfach faszinierend: Soja-Isoflavone und Leinsamen-Lignane wirken mit den menschlichen Östrogenen zusammen, ohne im wesentlichen eine östrogene Wirkung auszuüben.
Ein genialer Trick der Natur: Phyto-Östrogene signalisieren dem Körper einen höheren Östrogenspiegel als real vorhanden, worauf der Organismus mit niedrigerer Östrogen-Produktion reagiert. Die pflanzlichen Hormone flachen also den Regel-Zyklus und den Hormonspiegel insgesamt ab.
Weitere Informationen: Klimakterium: Wechseljahre der Frau
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