Warzen haben ein schlechtes Image

Ein Fuß mit einer Warze an der Ferse

Sie sind unansehnlich, manchmal sogar schmerzhaft und ausgesprochen hartnäckig – Warzen. Laut Statistik hatte schon jeder zweite Deutsche das zweifelhafte Vergnügen mit ihnen. Nur die wenigsten wissen aber was Warzen wirklich sind und woher sie kommen.

„Nach der Szene meiner Freundinnen im Schwimmbad habe ich die Wucherungen an meinen Zehen als echten Fluch empfunden“, erinnert sich die 19-jährige Miriam. Und mit dieser Meinung steht sie nicht allein. Fast in jedem Märchen sind diese Hautveränderungen bei bösen Hexen zu finden. Und im Aberglauben heißt es, wer sich die Hände am Tischtuch abtrocknet oder am Karfreitag Fleisch isst, der bekomme Warzen davon.

Bloß nicht kratzen!

Bei den meistens an Händen oder Füßen auftretenden Wucherungen handelt es sich natürlich weder um eine Himmelsmacht noch um eine Ausgeburt der Hölle. Sie sind nichts weiter als eine Virusinfektion. Feucht-Warme Umgebungen, wie etwa im Schwimmbad oder der Sauna, bieten dieser Virenart beste Lebensbedingungen.

Aufgeweichte Haut und kleine Wunden sind ideale Angriffsflächen für die Quälgeister. Haben sich Warzen-Viren in der Haut eingenistet, kommt es zu hässlichen Wucherungen, die sich nicht selten durch Jucken bemerkbar machen. „So habe ich auch die erste Warze an meinem Fuß entdeckt“, erzählt Miriam. „Ich glaubte zunächst ich könnte sie einfach wie einen Pickel wegdrücken.“

Das machte die ganze Angelegenheit aber nur schlimmer. Denn durch das Herumkratzen und Drücken öffnet sich die Pustel und setzt weitere Viren frei, die an anderer Stelle neue Warzen bilden. „Im Nu hatte ich fünf, sechs von den Dingern an meinen Zehen“, sagt die 19-jährige und schaudert bei der Erinnerung daran.

Fromme Sprüche helfen wenig

Miriam wurde klar, dass man Warzen nur mit professionellen Mitteln zu Leibe rücken kann. „Meine Oma meinte damals, ich hätte drei Möglichkeiten die Dinger los zu werden: Wegschneiden lassen, etwas aus der Apotheke holen oder sie von einer Kundigen besprechen lassen“, berichtet sie.

Einen Arzt mit Schneidewerkzeug wollte die junge Frau lieber nicht an ihre Zehen lassen und dass die Warzen sich nur in seltenen Fällen durch magische Sprüche zu vertreiben sind, war ihr auch klar. Also entschied sie sich für den Gang in die Apotheke. Dort erfuhr sie, wie sie die hässlichen Quälgeister sanft aber wirkungsvoll bekämpfen kann.

„Der Apotheker gab mir ein Präparat mit dem Wirkstoff Monochloressigsäure, das ich regelmäßig angewendet habe. Schon nach wenigen Wochen hatte ich Glück und meine Warzen waren verschwunden“, sagt Miriam und strahlt zufrieden. Mit Glück hatte ihr Behandlungserfolg allerdings wenig zu tun.

Denn Warzenmittel mit dem Wirkstoff Monochloressigsäure lösen Warzen quasi innerhalb kurzer Zeit auf und vertreiben die Viren nachhaltig. Doch das ist Miriam eigentlich völlig egal. Ihr ist nur wichtig, dass in Zukunft nie wieder irgend jemand „Wasserhexe“ zu ihr sagt.

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RWG Redaktion

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