Mythos Migräne-Diät

Eine Migräne kann sehr schmerzhaft sein.

Ob Nahrungsmittel eine Migräne auslösen und wenn ja, welche Lebensmittel Migräne-Patienten deshalb meiden sollten, diskutiert die Fachwelt kontrovers. Eine kritische Analyse der dazu vorliegenden Literatur haben nun österreichische Neurologen durchgeführt (Holzhammer J et al.: Schmerz 20; 2006:151-159).

Beim Heilfasten sind der auf eine bestimmte Zeit begrenzte Verzicht auf Alkohol und der Koffeinentzug die wichtigsten und am besten belegten Auslöser einer Migräne-Attacke. Auch unregelmäßig eingenommene oder übersprungene Mahlzeiten provozieren einen Migräne-Anfall. Die Daten hierzu sind nicht eindeutig. Seit kurzem diskutieren Experten Flüssigkeitsmangel als Auslöser.

Die Nahrungsmittel Käse und Schokolade kommen als Migräne-Auslöser weniger in Verdacht. Auch für bestimmte in einigen Lebensmitteln enthaltene Zusatzstoffe wie Histamin, Nitrite und Nitrate sowie Natriumglutamat in nahrungsüblicher Menge wiesen die Forscher keinen migräneauslösender Effekt nach.

Magnesiummangel als Migräne-Auslöser

Verschiedene Untersuchungen mit Migräne-Patienten (Institut für Medizin- & Gesundheitspflege, Medizin-Aspekte 2: 2003) haben zu einem erstaunlichen Ergebnis geführt: Rund zwei Drittel der Betroffenen weisen einen Magnesiummangel auf! Schon vor über 15 Jahren wurde festgestellt, dass die Gabe von Magnesium die Häufigkeit von Migräne-Attacken deutlich reduziert.

Offenbar lässt sich mit einer langfristigen Gabe von Magnesium sogar der Migräne vorbeugen. So zeigte eine Untersuchung mit sehr vielen Migräne-Patienten, dass diejenigen, die regelmäßig Magnesium eingenommen hatten, nur halb so viele Migräne-Attacken hatten, als die Betroffenen, die ein Scheinmedikament bekommen hatten. Auch die Dauer des Anfalls und der Verbrauch an Schmerzmitteln konnte durch Magnesium verringert werden.

So beugen Sie Migräne-Attacken vor

  • Versuchen Sie Stress zu vermeiden
  • Planen Sie Ruhephasen fest in Ihren Alltagablauf ein
  • Halten Sie Ihren gewohnten Schlaf-Wachrhythmus ein – auch am Wochenende
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken, z.B. die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

Tipp: Nehmen Sie zur Prophylaxe Magnesium-Tabletten (z.B. Magnesium-Sandoz® Brausetabletten oder Magnesium-Sandoz® forte).

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RWG Redaktion

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