Gut frühstücken besser lernen

Kinder sollten jeden Tag frühstücken.

Kinder brauchen ein gutes Frühstück als Basis für den anstrengenden Schulalltag. Ein nahrhaftes Frühstück und gesunde Pausensnacks bilden die Grundlage für Konzentration und Leistungsfähigkeit. Und die sind wichtig für den Lernerfolg.

Familienfrühstück

Für ein gesundes, ausgewogenes Frühstück im Kreis der Familie fehlt oft schlicht die Ruhe. Wenn morgens der Wecker klingelt, beginnt in vielen Familien die Hektik: Die Zeit drängt, denn alle müssen Busse und Bahnen erreichen, um pünktlich zur Arbeit und in die Schule zu kommen. Dennoch sollten Kinder etwas essen und trinken, bevor sie das Haus verlassen.

Morgens sollte ein Frühstück die Reserven neu auffüllen, sonst leiden die Konzentration und die Leistungsfähigkeit. Das gilt besonders für Kinder, denn sie brauchen auch viel Energie fürs Wachsen. Wer Hektik vermeiden will, den Tisch bereits am Abend decken und vieles vorbereiten. Morgens müssen dann nur noch die frischen Zutaten aus dem Kühlschrank geholt werden. Unter Zeitdruck kann niemand genießen. Wecken Sie die Kinder rechtzeitig.

Das ideale Frühstück besteht aus Getreide- und Milchprodukten, frischem Obst oder Gemüse und einem Getränk. Anita Zilliken, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK, sagt dazu: „Der Getreideanteil kann durch Brot, zuckerfreies Müsli oder Getreideflocken gedeckt werden. Käse als Brotauflage, ein Jogurt, ein Glas Milch oder Kakao versorgen die Kinder mit dem für den Knochenaufbau so wichtigen Kalzium.”

Mit gutem Beispiel vorangehen

Möchte ihr Kind kein Frühstück essen, so sollten die Eltern es nicht dazu zwingen. Vielleicht können sie es aber dazu überreden, wenigstens ein Glas Milch, Saft oder Kakao zu trinken. Denn Eltern sind Vorbilder: Trinken sie morgens nur hastig einen Kaffee, so wird auch ihr Kind nicht ausgiebig frühstücken. Wer dagegen mit gutem Beispiel vorangeht, gewöhnt auch seine Kinder eher an ein gesünderes Essverhalten.

Frühstück und Pausenmahlzeit müssen sich ergänzen: Fällt das Frühstück mager aus, sollte der Pausensnack üppiger sein und umgekehrt. In der Pause sollten Kinder das essen, was morgens gefehlt hat, also zum Beispiel Obst oder Jogurt, wenn zu Hause ein Käsebrot oder ein Müsli auf dem Speiseplan stand. „Kinder brauchen außerdem viel Flüssigkeit, sie müssen im Verhältnis sogar mehr trinken als Erwachsene. Vergessen Sie daher nicht, auch Getränke mitzugeben”, rät Anita Zilliken.

Grundschulkinder sollten pro Tag circa einen Liter trinken, das entspricht fünf Gläsern. Bei körperlicher Aktivität und großer Hitze muss es noch mehr sein. Pausenbrote sollten Eltern nach den Wünschen und Vorlieben ihres Kindes schmieren. Dürfen die Kinder bei der Zubereitung helfen, so sinkt das Risiko, dass sie das Pausenbrot unberührt wieder nach Hause zurückbringen oder es gar in der Mülltonne landet.

Ganz wichtig ist auch Abwechslung. Mit etwas Fantasie gelingt auch Ungeübten die Zubereitung einer appetitlichen Pausenmahlzeit. Brot lässt sich gut in Dreiecke oder Würfel schneiden, statt immer nur in vier Teile. Brotwürfel kann man in Kombination mit Obst, Gemüse oder Käse auf Spieße stecken. Reine Obstspieße kommen bei Kindern ebenfalls gut an.

Aus vielen Obst- oder Gemüsesorten lassen sich außerdem lustige Figuren herstellen: zum Beispiel, indem man die Schale von Gurken oder Äpfeln so wegschneidet, dass ein Gesicht entsteht. Mit Plätzchenformen kann man auch Figuren ausstechen.

Ansprechend verpacken

Kinder freuen sich über eine ansprechende Verpackung ebenso wie Erwachsene. Bunte, verschließbare Frühstücksdosen und Flaschen aus Kunststoff können immer wieder verwendet werden und verursachen keinen Abfall. Ein weiterer Vorteil: Der Inhalt bleibt frisch und wird nicht im Ranzen zerdrückt. Kinder mögen ihre Dosen und Flaschen noch lieber, wenn sie sie mit Namen und Aufklebern verzieren dürfen.

Süßigkeiten sollten Kinder zwar nicht als Pausenverpflegung mitnehmen, ein generelles Verbot wäre aber falsch. Hin und wieder ist Naschen durchaus erlaubt. Anita Zilliken empfiehlt: “Eltern sollten zu zuckerfreien Süßigkeiten greifen. Achten Sie auf das Symbol des lachenden Zahns mit Schirm. Gummibärchen und Fruchtgummis sind besser als Schokolade, weil sie kein Fett enthalten. Eine gesunde Leckerei ist Studentenfutter.”

Quelle: JzK 1-2007

Foto: © Oksana Kuzmina – Fotolia.com

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