Ihr Herz braucht Schutz

Ausdauersport wie Joggen hält das Herz fit

Das Herz ist der Motor des Lebens: Machen Sie es zu Ihrer Herzensangelegenheit. Das Pumporgan in der Brust benötigt regelmäßig Pflege – und die richtigen Treibstoffe: Natürliche Mittel können das Infarktrisiko vermindern.

Schlag auf Schlag vollbringt das Herz ständig Höchstleistungen. 100.000 Mal am Tag pumpt der Kreislaufmotor Blut durch die Adern zu den Organen. Er läuft rund um die Uhr – pausenlos, jahrzehntelang. Doch selbst das Herz ist nicht unermüdlich. Heimlich, still und leise schleicht sich ein gefährlicher Feind heran: Arteriosklerose.

Arteriosklerose: Attacke aus heiterem Himmel

Die Verkalkung der Gefäße spitzt sich lange Zeit im Verborgenen zu, ohne Schmerzen zu verursachen. Die meisten Betroffenen spüren über viele Jahre nichts davon, dass ihr Herz zunehmend schlechter mit Blut und Sauerstoff versorgt und immer schwächer wird. Oft ist ein Herzinfarkt das erste Symptom der Arteriosklerose: Der Herzanfall trifft viele Menschen unerwartet.

Dabei gibt es Mittel und Wege, um den heimtückischen Gegner zu bezwingen. Denn die Arteriosklerose ist zwar nicht spürbar, aber vorhersehbar – bestimmte Risikofaktoren tragen entscheidend zu ihrer Entwicklung bei. Wer sie minimiert und aktiv gegensteuert, kann sein Infarktrisiko enorm senken:

  • Gefährliches Gewicht: Vor allem überschüssiges Fett am Bauch bedroht die Gefäßgesundheit. Schon moderates Übergewicht erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. Achten Sie vor allem auf den Bauchumfang: Er sollte bei Frauen weniger als 88 und bei Männern weniger als 102 Zentimeter messen.
  • Radikale im Rauch. Zigarettengifte führen im Körper verstärkt zur Bildung freier Radikale. Die aggressiven Sauerstoffmoleküle greifen vor allem die Gefäße an – Rauchen beschleunigt daher die Arteriosklerose enorm.
  • Zeitbombe Zucker. Diabetiker zählen zur Hochrisikogruppe: Erhöhte Zuckerspiegel schädigen schleichend die Adern und begünstigen die Verkalkung.

Für Vorsorge ist es nicht zu spät

Weitere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen und Stress. Bei vielen Bundesbürgern liegen mehrere der genannten Gefahrenpunkte vor. Verzagen Sie deshalb nicht – jeder Mensch kann zu jedem Zeitpunkt sehr viel für Herz und Kreislauf tun. Denn unabhängig von Alter und Körpergewicht gilt: Durch einen Rauch-Stopp, mehr Bewegung und gesunde Ernährung geht das Infarktrisiko um bis zu 80 Prozent zurück.

Körperliche Aktivität wirkt wahre Wunder

Ein moderater Ausdauersport wie leichtes Joggen, schnelles Gehen, Nordic Walking oder Rad fahren trainiert das Herz. Darüber hinaus verbessert er die Durchblutung und hält die Gefäße elastisch. Bewegung senkt Zuckerspiegel und Cholesterinwerte, verbraucht Kalorien und wirkt so dem Übergewicht entgegen. Wichtig: Entscheidend für den Herzschutz ist eine gesunde Ernährung.

Mediterrane Kost für das Herz

Bei der Ernährung gilt: Wenn die Mischung auf dem Teller stimmt, freuen sich die Gefäße. Als ideales Vorbild gilt die mediterrane Kost: Viel Fisch, weniger Fleisch, viel Obst, weniger Süßigkeiten, viel Gemüse und weniger Pommes. Darüber hinaus viel Salat und reichlich ungesättigte Fette aus Nüssen und Pflanzenölen und weniger gesättigte Fettsäuren aus Wurst, Butter und Knabbereien.

Nicht vergessen: Wichtig für das Herz sind bestimmte Mineralstoffe – vor allem Magnesium. Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und für die Funktion von Herz und Kreislauf. Mangelt es an dem Mineral, kann das Defizit zu einem erhöhten Blutdruck führen und gefäßschädigende Entzündungen begünstigen. Darüber hinaus beeinflusst ein Mangel negativ den Fett- und Zuckerstoffwechsel, bringt das Herz aus dem Takt und begünstigt die Entwicklung eines Diabetes.

Foto: © Kzenon – fotolia.com

RWG Redaktion

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