Kalium, Magnesium und Vitamine fürs Herz

Ein Herz geformt aus frischen Obst und Gemüse

Erkrankungen von Herz und Kreislauf wie hoher Blutdruck oder Schlaganfall gehören zu den häufigsten Leiden heutzutage. Viele Menschen sind deswegen in ärztlicher Behandlung und auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen. Bei diesen Volksleiden besteht oftmals ebenso ein Mangel an verschiedenen Mineralien, Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Bei zusätzlicher Einnahme können sie helfen, die gesundheitlichen Probleme zu lindern.

»Rhythmusmineral« Kalium

Als klassischer Herzmineralstoff gilt das Kalium, denn ein optimaler Kaliumspiegel gewährleistet die elektrische Stabilität der Zellen. Das heißt, sowohl zu viel als auch zu wenig Kalium lösen unter Umständen Herzrhythmusstörungen aus. Bei Menschen, deren Herz aus dem Takt geraten ist, verordnet der Arzt unter anderem Kalium.

Durch eine ausreichende Kaliumversorgung soll weiteren Störungen des Herzrhythmus vorgebeugt werden. Wer unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leidet, sollte seinen Kaliumspiegel regelmäßig überprüfen lassen. Gleiches gilt für Menschen, die entwässernde Mittel zum Beispiel gegen hohen Blutdruck einnehmen. Mit der Untersuchung des Kaliumspiegels kann man rechtzeitig ein Zuviel oder Zuwenig an Kalium erkennen.

»Allround-Talent« Magnesium

Kalium wirkt am besten im Zusammenspiel mit Magnesium, denn beide gewährleisten eine reibungslose Übertragung der elektrischen Impulse im Herzen. Darüber hinaus hat Magnesium große Bedeutung für Herz und Kreislauf: Es senkt den Blutdruck und beeinflusst die Zusammenarbeit von Muskel- und Nervenzellen.

Dadurch reguliert es den Herzrhythmus und beugt Verkrampfungen der Muskulatur vor. Vor allem Diabetiker achten am besten auf ihren Magnesiumgehalt: Sie leiden oftmals unter Magnesiummangel, der den gefürchteten Spätfolgen der Krankheit unter Umständen Vorschub leistet. Darüber hinaus bessert Magnesium die Insulinwirkung.

»Herzschützer« Vitamin E

Unter den Vitaminen bietet Vitamin E einen vorzüglichen Herzschutz. Vitamin E wirkt antioxidativ. Das heißt, es schützt die Zellen vor aggressiven Sauerstoffradikalen. Diese entstehen zum größten Teil im menschlichen Stoffwechsel, können jedoch beispielsweise durch Zigarettenrauch oder UV-Strahlung ebenso von außen kommen. Darüber hinaus soll Vitamin E der Arteriosklerose, einem Wegbereiter von Herzinfarkt und Schlaganfall, vorbeugen.

»Kraftstoff« Coenzym Q10

Noch als Geheimtipp im Zusammenhang mit Herz und Kreislauf gilt in Deutschland das Coenzym Q10. Wie die Vitamine C und E fängt es freie Radikale ab. Und das Coenzym Q10 sorgt in den Kraftwerken der Zellen, den sogenannten Mitochondrien, dafür, dass die Energie aus der Nahrung für den Körper genutzt werden kann. In sehr hoher Konzentration findet man es im Herzen, aber auch in Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Muskeln.

Der Körper stellt das Coenzym Q10 selbst her, ab dem 40. Lebensjahr lässt diese »Heimarbeit« jedoch merklich nach. Auch Herzkranke haben im Vergleich zu gesunden Menschen ein um ein Drittel erniedrigten Coenzym Q10-Gehalt im Herzen, was zusätzlich den Körper schwächt. Wer gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Statine einnimmt, muss ebenfalls mit einem Coenzym Q10-Mangel rechnen.

So ähnlich wie sie den Cholesterinaufbau unterbinden, behindern diese Medikamente ebenso die Neubildung des Coenzyms Q10 im Körper. Da man einen erhöhten Q10-Bedarf nur unzureichend über die Ernährung ausgleichen kann, sollten sich die gefährdeten Personengruppen in der Apotheke über eine Nahrungsergänzung beraten lassen.

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RWG Redaktion

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