Urlaub für Körper und Seele

Bei einem Wellness-Urlaub kann man die Seele baumeln lassen.

Eine Kur stellt die beste Investition in Ihre Gesundheit dar. Egal ob Rückenschmerzen, Herz- Kreislauf-Probleme, Diabetes, Lungenbeschwerden oder psychosomatische Erkrankungen: Eine Reha bedeutet oft den ersten Schritt zu einer spürbaren Steigerung der Lebensqualität.

Die moderne Kur ist anders

Eine moderne Kur bezieht außer der Nutzung natürlicher Heilschätze des Bodens, des Meeres und des Klimas ergänzende Behandlungsprogramme ein. Sie dient in erster Linie der Erhaltung unserer Gesundheit. Sie stellt keine Alternative zur Krankenhausbehandlung und Arztpraxis dar, sondern eine Ergänzung.

Die Teilnehmer lernen die Bewegungs- oder Entspannungsmethoden und die Grundlagen gesunder Ernährung kennen. Sie erfahren Fitnesssteigerung, besseres Körpergefühl, neue Genussmöglichkeiten, größere Entspannung und Spaß an der Bewegung. In entspannter Kur-Atmosphäre fällt es vielen leichter, mit gesundheitsschädlichen Gewohnheiten zu brechen. Sie probieren neue Verhaltensweisen aus. Sie riskieren nicht, auf Bekannte zu stoßen und von ihnen belächelt zu werden. Die Gruppe von gleichgesinnten motiviert Sie.

Die neue Kompaktkur ist ausgerichtet auf einen maximalen Heilungserfolg in einem überschaubaren Zeitrahmen von nur drei Wochen. Sie findet in ausgewählten und für die Krankheitsbilder qualifizierten Kurorten statt. Eine Kompaktkur ist immer ausgerichtet auf spezielle Gesundheitsprobleme.

Laut Sozialgesetzbuch hat wem eine Kurmaßnahme zusteht ein Wunsch- und Wahlrecht für die Einrichtung. Sie können bei Antragstellung einen bestimmten Kurort beziehungsweise eine bestimmte Einrichtung wählen. Das gilt sowohl für stationäre als auch ambulante Kurmaßnahmen.

Die Kurorte

Ein Gesamtverzeichnis über diese Kurorte mit Informationen über die dort behandelten Krankheiten liegt bei den Krankenkassen zur Einsicht aus. Der Hausarzt verordnet die Kur und verfasst einen Bericht. Diesen reicht der Patient mit einem Antrag bei seiner Krankenkasse ein. Den Ort wählen Arzt und Patient in Absprache mit der Kasse.

Die Krankenkasse veranlasst eine Prüfung des Antrags durch den Medizinischen Dienst. Sie teilt dem Patienten schriftlich das Ergebnis der Prüfung, die gewährten Leistungen und die Zuzahlung des Patienten mit.

Die Heilkraft der warmen Quellen

Wer einmal in Thermalwasser gebadet hat, der schätzt die herrlich entspannende Wirkung. Das warme Wasser aus der Tiefe regeneriert den ganzen Körper. Die im Wasser gelösten Mineralien und Spurenelemente wirken sich positiv auf den Körper aus und fördern die Gesundheit. Im Thermalwasser weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt. Herzschlag und Stoffwechsel nehmen zu.

Der Körper nimmt jetzt vermehrt Sauerstoff auf. Das Wasser transportiert die Nährstoffe in jede Zelle unseres Körpers und führt Abfallstoffe ab. Jede Thermal- und Heilquelle ist in ihrer Zusammensetzung einzigartig. Achten Sie bei der Wahl des Kurortes darauf, welche Thermal-Inhaltsstoffe verfügbar sind.

Es gibt Thermalbäder zur Anregung des Kreislaufs, zur Linderung von Atemwegproblemen, Rheuma, Arthrose und Abnutzungserscheinungen der Gelenke. Darüber hinaus erfrischen die Thermalwässer die Haut. Sie schützen vor freien Radikalen und wirken beruhigend.

Welche Kurbäder gibt es?

Mineral- und Moorbäder besitzen die älteste Tradition im Bäderwesen. Ihre Heilquellen dienen zu Bade-, Trink- und Inhalationskuren. Trinkkuren beeinflussen auf schonende Weise Magen und Darm, die Gallenwege und die ableitenden Harnwege. Inhalationen beeinflussen  erkrankte Atemwege direkt. Moorbäder und Moorpackungen wirken vielfältig auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und rheumatische Leiden ein.

Seeheilbäder und Seebäder gibt es in großer Zahl an der Nord- und an der Ostsee. Allen Seebädern gemeinsam sind die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Brandungsaerosols, die Reinheit der Luft, der hohe UV-Anteil des Sonnenlichts. Sie wirken nicht nur auf Atemwege und Kreislauf, sondern auf den gesamten Organismus.Ein modernes Seebad besitzt selbstverständlich Einrichtungen für eine ergänzende physikalische Therapie, oft auch Möglichkeiten für Meerwasser- Trinkkuren und die Nutzung der Schlickanwendungen.

Kneippbäder und Kneippkurorte führen ihre lange und ungebrochene Tradition auf den Pfarrer Sebastian Kneipp zurück. Der Kneipparzt von heute kennt fünf Fundamente:

  1. die Hydro- und Bädertherapie,
  2. die Phytotherapie,
  3. eine Diätetik im Sinn naturgerechter Vollwertkost,
  4. eine umfassende Bewegungstherapie,
  5. und eine Therapie, die die natürliche Lebensordnung im körperlichen und geistigen Sinn wiederherstellt.

Die Kneippkur zielt darauf ab, die Eigenkräfte im Organismus zu wecken und zu mobilisieren.

Heilklimatische Kurorte

Sie empfehlen sich bei chronischen Erkrankungen der Atemwege, bestimmten Formen von Herz- und Gefäßkrankheiten, Hauterkrankungen und allgemeine Schwächezustände. Günstige klimatische Bedingungen stellen die erste Voraussetzung für die Anerkennung eines heilklimatischen Kurortes dar. Sie liegen in den Mittelgebirgen oder in anderen schönen Regionen.

Der Kurarzt nutzt die waldreiche Umgebung und wohldosierbare Reiz- und Schonfaktoren des Klimas und bezieht sie in einen individuellen Kurplan ein. Auch den Luftkurorten kommt eine hohe gesundheitliche Bedeutung zu. Sie bieten dem Kurgast ein ansprechendes Milieu und in reiner Luft einen gesundheitsfördernden Aufenthalt. Allerdings ohne dabei ärztlicherseits bestimmte Krankheitsformen anzusprechen.

Über die vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten einer Kur informiert zum Beispiel der Deutsche Heilbäderverband. Auch die Kurdirektionen der Bäder bieten Informationsmaterial an. Der individuelle Behandlungsplan des Kur- und Badearztes ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg.

Foto: © goodluz – Fotolia.com

RWG Redaktion

RWG Redaktion

© Wellness-Gesund 2004-2015
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Wellness-Gesund – Redaktion.