Gesund essen und genießen

Ein Teller frischer Salat

Doppelt gesund essen heißt nicht, dass Schwangere die Kalorienzufuhr verdoppeln sollten. Aber das Baby hungert im Mutterleib nach gesunder Ernährung, sprich nach Vitaminen und Mineralstoffen. Ihre Haut dürstet jetzt übrigens nach Feuchtigkeit. Pflegen Sie sie jetzt besonders intensiv!

Folsäure ist ein wichtiges Vitamin für Schwangere, weil es einen entscheidender Zellbaustein bildet. Eine gute Folsäureversorgung muss deshalb vom ersten Tag der Schwangerschaft an gewährleistet sein. Die erfolgreiche Verschmelzung von Ei und Samenzelle und die erste Zellteilung geben den Startschuss für einen gigantischen Zellaufbau.

Folsäure von Anfang an

Frauen mit Folsäuremangel weisen ein erhöhtes Frühgeburten- und Fehlbildungsrisiko auf. Häufig kommt es zu einem Neuralrohrdefekt, im Volksmund „offener Rücken” genannt. Die Versorgung mit Folsäure liegt in der gesamten Bevölkerung unter der Empfehlung der Ernährungsexperten. Frauenärzte raten deshalb Frauen mit Kinderwunsch, Folsäure bereits vor der Schwangerschaft in Form einer Nahrungsergänzung, spätestens sofort nach Beginn der Schwangerschaft, zuzuführen.

Eisen wird schnell zur Mangelware

Der Eisenbedarf wächst in der Schwangerschaft auf das Doppelte der sonst erforderlichen Menge. Die starken Wachstumsphasen des Ungeborenen beginnen ab dem fünften Schwangerschaftsmonat. Hier geraten viele Frauen in eine Mangelsituation. Über eine gesunde Mischkost ist eine gewisse Grundversorgung des Körpers garantiert. Sie reicht jedoch nicht aus, um die Eisenwerte in der Schwangerschaft im optimalen Bereich zu halten.

Der kindliche Organismus legt im Mutterleib Eisenvorräte für die ersten vier bis sechs Lebensmonate an. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine gute Eisenversorgung der Mutter erstrebenswert. Bei mangelnder Versorgung von Mutter und Kind durch die aufgenommene Nahrung empfiehlt sich die Einnahme eines gut verträglichen Eisenpräparates. Zu beachten ist hierbei, in welcher Verbindung das lebenswichtige Spurenelement vorliegt.

In der Praxis bewährt hat sich die Gabe von zweiwertigem Eisen. Der Organismus nimmt es bis zu zehnmal besser auf als dreiwertiges Eisen. Günstig wirkt sich aus, wenn das gewählte Präparat zusätzlich blutbildende Kräuterauszüge und Vitamin C enthält. Letzteres verbessert nachweislich die Eisenaufnahme.

Frischer Seefisch liefert ausreichend Jod

Deutschland ist laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Jodmangelgebiet. Viele Deutsche sind unterversorgt mit Jod. Dabei kommt diesem Mineralstoff für die Funktion der Schilddrüse, die den Stoffwechsel steuert, hohe Bedeutung zu.

Werdende Mütter leiden oft unerkannt an Jodmangel. Die zusätzliche Belastung der Schilddrüse durch den Jodhunger des Embryos ist für sie problematisch. Schwangere sollten deshalb, wenn sie ihren Jodbedarf nicht über Mahlzeiten mit frischem Seefisch und Jodsalz als Gewürz decken können, vorbeugend ein Jodpräparat einnehmen.

Fürs Baby gesund essen

Im Durchschnitt beträgt die Steigerung des Vitaminbedarfs in der Schwangerschaft über 30 Prozent, in der Stillzeit bei ca. 50 Prozent. Es ist für Schwangere doppelt so wichtig wie, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Dabei spielen Nährstoffe wie Folsäure, Eisen und Jod eine besondere Rolle. In der Regel empfehlen Frauenärzten eine Nahrungsergänzung mit einem Eisen- und Folsäurepräparat. Neben Eisen, Jod und Calcium ist das Spurenelement Zink in der Stillzeit wichtig.

Quelle: Baby Post, Ausgabe 2/2007

Foto: © Dani Vincek – fotolia.com

RWG Redaktion

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