Bleierne Müdigkeit am Arbeitsplatz?

Eine Frau schläft am Arbeitsplatz

Zur Mittagsstunde Spitzenleistung bringen? Schlechtes Timing. Denn Kreativität und Konzentration erreicht bei den meisten von uns zwischen zehn und elf Uhr ihren Höhepunkt. Danach fällt die Leistungskurve ab und der Körper braucht eine Pause.

Laut DAK-Gesundheitsbarometer* verzichtet jeder Zehnte auf die verdiente Erholung – aus Zeitmangel. 60-30-10: Mit diesem Idealmaß können Arbeitnehmer gezielt abschalten und schnell neue Kraft tanken. Diese Formel bildet das Idealmaß für die Mittagspause.

60 Prozent: Mit Power-Food durchstarten

Etwas mehr als die Hälfte der Mittagspause sollte für eine Mahlzeit einplant werden. Doch bitte kein deftiges Essen! ,,Schwere Kost lässt die Verdauungsorgane auf Hochtouren arbeiten. Unser Gehirn dagegen stellt auf Sparflamme um“, weiß DAK Ernährungswissenschaftlerin Hanna-Kathrin Kraaibeek. Ihr Tipp:,,Optimale Fit-Macher sind mageres Fleisch, Fisch und vor allem Gemüse und Salat. Sie enthalten wichtige Vitamine sowie Mineralstoffe, die Geist und Körper wieder in Schwung bringen.“

Angenehmer Nebeneffekt: Essen entstresst. Vorausgesetzt, man kaut langsam und lässt sich nicht ablenken. Wer keine Zeit für den ausgiebigen Lunch in der Kantine findet, sollte sich dennoch eine Mahlzeit gönnen. Daheim vorgekochte Gerichte oder belegte Stullen sind in diesem Fall eine schnelle, gesunde Alternative.

30 Prozent: Neuer Schwung für müde Glieder

Morgens noch dynamisch in den Tag gestartet – mittags schon Glieder so schwer wie Blei? Kein Wunder: Wer rastet, der rostet. ,,Bewegung in der Mittagspause schützt vor Rücken- und Nackenschmerzen und kurbelt den Kreislauf an“, rät Kraaibeek stattdessen.

Ein knappes Drittel der Mittagspause sollte deshalb für ein kleines Fitness-Programm eingeplant werden. Wer eine Stunde Zeit hat, kann beispielsweise 20 Minuten an der frischen Luft spazieren gehen. Nur 15 Minuten Pause? Fenster öffnen und vier Minuten den Körper dehnen und strecken.

10 Prozent: Runter fahren und entspannen

In den USA ist das so genannte ,,Power Napping“, der kurze Schlummer am Arbeitsplatz, längst etabliert. So sind Reaktionsvermögen und Leistung nach einem Nickerchen erwiesenermaßen um ein Vielfaches höher. In Deutschland hat sich dies noch nicht durchsetzen können.

Ersatzweise bringt auch eine kurze Entspannungsübung neue Power: Einfach die Augen schließen, tief durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Das Ganze viermal hintereinander und anschließend mit klarem Kopf schwungvoll wieder loslegen.

Foto: © Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

RWG Redaktion

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