Jetzt sind die Venen im Sommerstress

Hitze strapaziert die Venen

So schön der Sommer ist und so sehr wir uns auf ihn gefreut haben: Für unsere Beine ist jeder Tag mit großer Hitze Gift. Viele Menschen klagen über geschwollene und schmerzende Füße. Und das unabhängig davon, ob sie den Tag im aufgeheizten Büro verbracht oder sich am Strand in der Sonne geaalt haben. In der Wärme lässt die Elastizität der Blutgefäße nach. Es kommt zu einem Blutstau in den Venen, der die Gefäßwände über Gebühr beansprucht. Sie werden durchlässig.

Geschwollene Beine, Kribbeln und Schmerzen

Dadurch tritt Flüssigkeit aus und versackt im umliegenden Gewebe. In der Folge schwellen die Beine an, es drohen Krampfadern und im schlimmsten Falle offene Beine und lebensgefährliche Thrombosen. „Doch so weit darf und muss es nicht kommen“, sagt Dr. Jordan Rechner, ärztlicher Leiter des Bereiches Venenchirurgie an der Bodenseeklinik Lindau. Er empfiehlt kalte Duschen für die Unterschenkel und Bewegung.

Bei vielen Menschen lässt sich einer Venenschwäche allerdings nur noch durch das Tragen von Stütz- beziehungsweise Kompressionsstrümpfen begegnen. Diese Strümpfe sollen eine weitere Ausweitung des Gewebes verhindern. Aber gerade im Sommer sind die Strümpfe lästig und unangenehm.

Rosskastanie hilft

Erspart bleiben können sie denen, die rechtzeitig handeln. Dr. Rechner: „Eine wirksame Hilfe gegen Venenleiden ist die Einnahme von Präparaten mit dem Extrakt aus den Samen der Rosskastanie, zum Beispiel Venostasin retard-Kapseln. Sie sorgen dafür, dass die Zellwände der Blutgefäße stabil bleiben.“

Es empfiehlt sich mit der Einnahme schon dann zu beginnen, wenn noch keine Beschwerden vorliegen. Das gilt vor allem für Personen, die familiär vorbelastet sind oder viel sitzen. Auch wer unter einer chronischen Venenschwäche leidet, kann von der Pflanzenkraft profitieren. Die enthaltenen Wirkstoffe helfen, kranke Zellen zu reparieren. Und können damit Schäden am Venensystem in einem gewissen Umfang rückgängig machen.

Raus aus dem Teufelskreis

Unbehandelt dagegen entstehen aus leichten Beschwerden schon im Verlaufe des ersten Jahres teils erhebliche Probleme. Dr. Rechner: „Das gestaute Blut in den Venen führt zu Überdruck, die Gefäße weiten sich aus. Dadurch werden die Venenklappen zerstört.“

Es beginnt ein Teufelskreis: Die Venenklappen sind gerade dazu da, einen Stau in den Adern zu verhindern. Durch ihr Öffnen und Schließen wird es erst möglich, dass das Blut aus den Beinen von unten nach oben fließt. Eine große Leistung, da es einen sehr weiten Weg zum Herzen zurückzulegen hat und noch dazu gegen die Schwerkraft der Erde gepumpt werden muss.

So erkennen Sie die Gefahr

Venenerkrankungen entstehen nicht überraschend, sondern kündigen sich frühzeitig an. Wenn Sie abends geschwollene Knöchel haben, so signalisiert dies eine Überbeanspruchung. Diese kann durch eine leichte Venenschwäche entstehen. Oft ist es ein Hinweis, wenn die Schuhe plötzlich zu eng werden, das Gehen schwerer fällt. Auch ein Spannen der Beine oder Rötungen der Haut sollte man nicht ignorieren.

Viele Patienten klagen über nächtliche Wadenkrämpfe sowie ein unangenehmes Kribbeln und Jucken in den Beinen. Ist die Venenschwäche weiter fortgeschritten, treten Schmerzen in den Beinen auf. Es kommt zu Hautverfärbungen und Gewebeverhärtungen. Spätestens dann wird es höchste Zeit, seine Venen untersuchen zu lassen. Der Arzt überprüft die Durchlässigkeit der Venen und die Beschaffenheit der Venenklappen.

So beugen Sie vor

  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Jedes Kilogramm zu viel belastet die Beine und erschwert den Bluttransport.
  • Vermeiden Sie es, längere Zeit stillzustehen oder zu sitzen, lagern Sie so oft wie möglich Ihre Beine hoch.
  • Machen Sie bei längeren Autofahrten viele Pausen. Stehen Sie bei Flug- oder Bahnreisen immer wieder auf und gehen Sie herum.
  • Vermeiden Sie Sonnenbestrahlungen. Decken Sie die Beine ab, wenn Sie am Strand liegen. Gehen Sie mindestens bis zu den Knien ins Wasser, um die Unterschenkel zu kühlen.
  • Trinken Sie viel, damit sich das Blut nicht verdickt und dadurch den Blutflus hemmt.
  • Schuhe und Strümpfe dürfen die Beine nicht einengen. Abschnürungen an Waden, Knöcheln und Füßen führen zu Blutstau in den Venen. In der Folge wird Flüssigkeit aus den Gefässen ins Gewebe gedrückt.
  • Bemühen Sie sich um eine aufrechte Körperhaltung. Wer krumm geht, belastet seine Venen.

Foto: © Dron – fotolia.com

RWG Redaktion

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