Rundum zahngesund

Eine Frau mit gesunden Zähnen

Strahlend weiße Zähne sind ein attraktiver Blickfang und ein wichtiger Gesundheitsschutz. Wir sagen Ihnen, worauf es bei der täglichen Mundhygiene ankommt.

Putzen genügt nicht!

Ran ans regelmäßige Zähneputzen. Vorsicht! Wer intensiv schrubbt, schadet seinem Gebiss oft mehr als er nutzt. Aggressive Pasten und zu hoher Bürstendruck belasten die Zähne übermäßig, warnen die Experten.

Dann hobeln Sie die dünne Zementschicht regelrecht ab, und die Nerven am Zahnhals liegen frei. Noch schlimmer: Mit aggressiver Putztechnik legen Sie winzig kleine Kanälchen frei, die überall an den Zähnen von außen direkt ins Mark führen. Dann reagieren Sie empfindlicher auf Kälte und Wärme.

Warum die Zähne empfindlich reagieren

Die Empfindlichkeit kann so weit ansteigen, dass Essen, Trinken und Atmen Schmerzen verursachen. Unter diesen Bedingungen ist für die Betroffenen eine normale Zahnpflege nicht mehr durchführbar.

Schmerzen führen zu einer Vernachlässigung des Zähneputzens, das Zahnfleisch entzündet sich. Als Folge bildet er sich noch weiter zurück. Solche freigelegten Zahnhälse sind empfindlicher als der Schmelz der Zahnkrone. Sie sind wahre Brutstätten für Bakterien. Hier greift dann die Karies gern an.

Putzen statt Schrubben

Wir müssen eine richtige Putztechnik mühsam lernen, meinen die Experten. Und das sieht so aus: Putzen Sie die Zähne lieber zweimal am Tag sehr gründlich als mehrmals am Tag oberflächlich. Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste mit abgerundeten Borstenenden („Schonborsten“) bei geringem Druck.

Verwenden Sie besser eine elektrische Bürste. Sie reinigt die Zähne und das Zahnfleisch schonend. Experten empfehlen hier eine oszillierend-rotierende Reinigungstechnologie mit mehreren tausend Seitwärtsbewegungen pro Minute. So lässt sich bis zu 2-mal so viel Plaque entfernen als mit einer herkömmlichen Zahnbürste.

Wählen Sie konsequent eine Zahncreme mit dem Kariesschutz-Wirkstoff Aminfluorid. Es legt einen Schutzfilm um den Zahn, schont schmerzempfindliche Zahnhälse und schließt bei Dauergebrauch die mikroskopisch kleinen Zahnkanälchen. Lassen Sie sich zum Gebrauch von Zahnseide vom Arzt beraten. Wenden Sie Zahnseide anders an: Zahncreme auf Zähnen lassen, mit der Zahnseide die Zwischenräume sauber fädeln.

Zahnlücken gefährden Restgebiss

In den ersten Monaten nach der Entfernung eines Zahns passiert nichts. Dann wandern die Nachbarzähne auf die Lücke zu. Es entsteht ein Spalt zwischen den eigenen Zähnen. In diesen ssetzen sich leicht Speisereste und Beläge fest, die Sie mit der Zahnbürste nicht entfernen können.

Die Folge: zunächst nicht erkennbare Karies, chronische Zahnfleischentzündung, Taschenbildung, Knochenabbau, Parodontose. Eine kleine Zahnlücke ist die Ursache vieler Folgen. Schließen Sie sie, um Spätschäden zu vermeiden. So erhalten Sie Gesundheit und Wohlbefinden.

So wütet die Parodontitis

Die Folgen einer Zahnfleischentzündung (Parodontitis) sind nicht auf den Mundraum beschränkt. Ihre bakteriellen Erreger verteilen sich über das Blut im ganzen Körper. Neue Untersuchungen erhärten den Verdacht: Das Herzinfarkts- und Schlaganfallsrisiko erhöht sich, Diabetes verschlimmert sich deutlich.

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Lunge sowie Gefäßerkrankungen gehören zu den schlimmsten Folgen. Experten raten: Alle sechs Monate zur professionellen Zahnreinigung gehen und gute Mundhygiene betreiben. Das beugt der Parodontitis und dem Mundgeruch vor.

Ungute Erinnerungen

Die ersten zehn Minuten sind entscheidend, ob sich ein Patient in der Zahnarztpraxis wohl fühlt und entspannen kann. Der Geruchssinn spielt dabei eine wesentliche Rolle. Verbindet ein Patient mit der Arztpraxis Schmerzen und eine für ihn unangenehme Situation, so nimmt er nur ungern auf dem Behandlungsstuhl Platz.

Die Geräusche von Bohrer und Sauger werden beim Zahnarzt unter diesen Umständen wesentlich stärker und damit unangenehmer wahrgenommen. Viele Praxen versuchen mittlerweile, den Schrecken einer Behandlung durch Wohlfühlatmosphäre zu begegnen. Farben, Bilder und spezielle Duftsäulen sollen zum Relaxen einladen.

Bleibt die Spucke weg, leiden die Zähne

Speichel ist der wichtigste körpereigene Schutz für unsere Zähne und die Mundschleimhaut. Bei verminderter Speichelproduktion steigt das Kariesrisiko. Der Speichel spült nach dem Essen Nahrungsreste und Mikroorganismen aus der Mundhöhle. Er neutralisiert entstandene Säuren und stellt Kalzium- und Phosphate zur Remineralisation der Zahnsubstanz bereit.

Speichel hemmt die Ausbreitung krankmachender Mundbakterien, Viren und Pilze und sorgt damit für ein ökologisches Gleichgewicht in der Mundhöhle. Ältere Menschen klagen über zu wenig Speichel und einen trockenen Mund. Hier helfen enzymhaltige Zahncremes zur Anregung der Speichelproduktion. Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis hält die Speichelproduktion zum Schutz der Zähne in Gang.

Salbei heilt den Gaumen

Entzündungen im Gaumen und der Mundhöhle? Die Kraft der Natur von Salbei kann helfen. Am Besten den Mundbereich mit Salbeitee spülen. In Apotheken gibt es spezielle Gels mit Salbeiextrakt. Tragen Sie sie mehrfach täglich auf und massieren Sie sie leicht ein. Das hemmt die Entzündung und beschleunigt gleichzeitig den Heilungsprozess.

Bestimmte Vitamine können unsere Zähne schützen. Vitamin A (zum Beispiel in Fisch und Milchprodukten) fördert Wachstum und Erneuerungsprozesse der Mundschleimhaut. Wichtig: Vitamin C (zum Beispiel in Johannisbeeren, Grünkohl und Paprika) stärkt das Immunsystem und unterstützt die Festigkeit der Zähne.

Tipp: Käse! Die Kombination des Proteins Kasein und der Mineralstoffe Calcium und Phosphat ersetzt die Minerale des Schmelzes. Käse neutralisiert einen sauren ph-Wert im Mund. Schwarzer und Grüner Tee können zwar zu Zahnverfärbungen führen. Sie bekämpfen wirksam Mundgeruch durch ihre antibakterielle Wirkung.

Wenn die dritten Zähne drücken

Oft ist ein schlechter Sitz der Prothese Anlass zur Klage. Sehr häufig sind dann Entzündungen der Mundschleimhaut und Druckgeschwüre. Dann ist das Tragen der Prothese nur mit großen Schmerzen möglich. Hier helfen bestimmte Gele (Apotheke) mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Pfefferminze und Nelke. Bei Bedarf geben Sie mehrmals das Gel auf die Prothese, Schmerz-, Druck- bzw. Entzündungsstelle. Druckstellen sind keine Dauerlösung.

Der Zahnarzt muss den Sitz der Prothese korrigieren. Für die Mundpflege zwischendurch empfehlenswert sind spezielle Zahnpflege-Kaugummis. Da diese nicht am Zahnersatz „kleben“ bleiben, sind sie für Prothesenträger geeignet. Zusatzbonus: Das Kaugummi stimuliert den Speichelfluss und beugt somit Mundtrockenheit vor.

Härter als unser stärkster Knochen

Der gesunde Zahn: ein Meisterwerk in Schichten. Zahnschmelz ist das härteste Gewebe im menschlichen Körper. Erzfeind: Zahnbeläge mit Plaquebakterien. Abwehrmaßnahmen: Tägliches Zähneputzen. Nerven, Blutgefäße, das vitale Zentrum des Zahns – dringt Karies bis hier vor, tut es richtig weh.

Die Zahnwurzel ist im Kieferknochen verankert. 80 Prozent der Erwachsenen plagt eine Erkrankung des Zahnhalteapparats. Zahnfleischbluten ist immer Hinweis auf eine Zahnfleischentzündung. Bei der Verschlimmerung zur Parodontitis ist das Zahnbett mit entzündet. Knochen gehen zurück, der Zahn lockert sich – fällt aus.

Foto: © aleximagestudio – fotolia.com

RWG Redaktion

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