Wie Zähne nicht mehr wehtun

Ein kleines Mädchen beißt in ein Eis am Stil

Zahnschmerzen können heftige Schmerzen bereiten, und sie kommen nicht immer aus den Zähnen. Im Folgenden die wichtigsten Ursachen und Tipps, um die Zeit bis zum Zahnarztbesuch schmerzarm zu überbrücken.

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen: Karies und Parodontitis. Schmerzen unterscheiden sich abhängig von der Schädigung. Sie stechen, drücken oder pulsieren. Bei Karies als einer der häufigsten Infektionskrankheiten in den Industrieländern treten Schmerzen sporadisch auf oder sie halten an. Der Genuss süßer, heißer oder kalter Nahrung bereitet ebenso oft Schmerzen. Für den Urlaub tückisch: Sinkt der Luftdruck, treten unter Umständen Zahnschmerzen auf.

Zahnhälse zu empfindlich

Tun die Zähne weh, liegt dies unter Umständen an überempfindlichen Zähnen. Diese haben verschiedene Ursachen: Bei jungen Menschen liegen die Gründe oftmals im Einsatz zu harter Zahnbürsten oder einer falschen Putztechnik. Der übermäßige Genuss säurehaltiger Getränke oder Süßigkeiten kann die Zähne ebenso empfindlich machen. Ältere Menschen leiden darunter unter anderem, wenn sich die Zähne wegen Zahnverlustes verschieben.

Ebenfalls mögliche Auslöser: Entzündungen des Zahnfleisches oder Prothesenklammern. Über den freiliegenden Zahnhals werden äußere Reize ungehindert auf den Zahnnerv übertragen. Ob Jung oder Alt: Betroffene lassen sich beim Zahnarzt am besten eine optimale Putztechnik erklären und informieren sich über geeignete Zahnbürsten. Spezielle Zahnpasten bei überempfindlichen Zähnen nehmen der heftigen Reaktion auf Außenreize die Schärfe.

Bleiben provisorische Zahnfüllungen zu lange im Zahn, entsteht zwischen Füllung und Zahn ein Spalt, der Speisen und Getränke bis zum Nerv hindurch lässt. Das tut dann weh. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen der hohen Kariesgefahr sollte man in einem solchen Fall die Füllung gegen eine haltbare Variante austauschen lassen. Darauf weisen Schmerzen hin, die nur beim Kauen auftreten.

Weil das Gebiss bei schlecht sitzendem Ersatz nicht mehr passgenau arbeitet, verstärkt sich der Druck auf manche Regionen stark. Das kann Zahnnerven reizen. Behandelt werden muss diese Zahnschmerzursache, weil dauernde Fehlbelastung die betroffenen Zahnnerven unter Umständen abtötet.

Weisheitszähne als Unruhestifter

Nicht bei jedem Menschen sind sie angelegt. Wenn, dann bereiten sie oft zwischen dem 16. und dem 40. Lebensjahr Probleme. Dann wollen sie raus und bedrängen dabei die vorhandenen Zähne. Denn das Gebiss des Menschen der Neuzeit hat für sie keinen Platz mehr. Schmerzen entstehen, wenn ein Weisheitszahn quer oder waagerecht im Kiefer wächst oder wenn er andere Zähne verdrängt. Oder wenn er sich entzündet. Über die Behandlung entscheidet der Zahnarzt nach Röntgenaufnahmen.

Zahnschmerzen können ebenso Symptom einer organischen Erkrankung im Körper sein. So scmerzt etwa ein Angina pectoris-Anfall des Herzens auch in den Zähnen, ebenso ein Herzinfarkt, Kopfschmerzen oder Migräne.

Selbsthilfe bei Zahnweh

Gegen akute Zahnschmerzen gibt es potente Schmerzmittel, so etwa solche mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Darüber hinaus können Paracetamol sowie Acetylsalicylsäure (ASS) helfen. ASS sollte man einige Tage vor einem anstehenden Zahnarztbesuch nicht mehr einnehmen, denn sie verdünnt das Blut.

Bei einem zahnärztlichen Eingriff führt das unter Umständen zu übermäßigen Blutungen. Als Hausmittel bei Zahnweh eignen sich Salbeitee, zum Kauen Gewürznelke so wie kühlende Umschläge. Auf Dauer schafft nur einer Abhilfe: der Zahnarzt.

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RWG Redaktion

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