Die Große Brennessel aus der Familie der Brennesselgewächse ist eine bis 1,50 m hohe, ausdauernde Staude mit Brennhaaren an Sprossen und Laubblättern. Diese enthalten einen schlangengiftähnlichen Stoff, der bei Berührung ein unangenehmes Brennen hervorruft. Aus dem weitverzweigten, unterirdischen Wurzelstock treiben im Frühling aufrechte, unverzweigte, vierkantige Laubsprosse aus. Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind gezähnt, eiförmig, am Grund herzförmig und vorne lang zugespitzt. An der Basis haben sie jeweils zwei schmallinealische Nebenblätter. Die rispenartigen Blütenstände mit den langgestielten Blüten stehen in den Blattachseln im oberen Teil der Sprosse und sind länger als die Blattstiele. Die Blüten besitzen jeweils 4 Blütenhüllblätter. Jede Pflanze hat entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten. Die männlichen Blüten stehen steif ab, entwickeln nur kurze Seitenzweige und besitzen 4 Staubblätter und einen zurückgebildeten, unfruchtbaren Fruchtknoten. Die weiblichen Blüten hängen herab, bilden lange Seitenzweige und besitzen einen einfächrigen Fruchtknoten. Nach der durch den Wind erfolgenden Bestäubung entwickelt sich daraus ein einsamiges Nüßchen.
Die einjährige Kleine Brennessel (fehlender Wurzelstock)wird nur bis zu 60 cm hoch. Sie bildet männliche und weibliche Blüten am selben Blütenstand aus.
Blütezeit: Juni bis Oktober
Sammelgut: Kraut
Sammelzeit: Juni bis August