Der bis zu 1 m hohe, kahle Wiesen-Kümmel gehört zur Familie der Doldengewächse. Seine fingerdicke, runzelige meist spindelförmige Wurzel ist außen braun und innen weiß. Sie treibt im zweiten Jahr einen aufrechten, kantig gerieften Stengel, der oft schon vom Grund an verzweigt ist. Die zwei- bis dreifach fiederteiligen, grasgrünen Laubblätter sind im unteren Teil der Pflanze mit scheidig erweitertem Stielgrund gestielt und sitzen im oberen Teil der Pflanze auf den zweilappig geöhrten Blattscheiden. Die Fiederblättchen stehen einander gegenüber, sind stachelspitzig und wiederum fiederspaltig. Das untere Fiederpaar des Hauptstiels steht bei den oberen Blättern nebenblattartig am Scheidengrund. Die Blüten sind zu 8 bis 16 Döldchen zu mittelgroßen Dolden vereinigt, mit fast aufrechten, geraden, ungleich langen Strahlen. Die Hülle der Dolde, und die Hüllchen der Döldchen fehlen oder bestehen aus nur 1 bis 3 fädlichen Blättern. Auch die Kelchzähne sind fast völlig verkümmert. Die weißen bis rötlichen Kronblätter, sind bis zu 1,5 cm lang und laufen am Ende in ein spitzliches, eingeschlagenes Läppchen aus, das ungefähr bis zum unteren Drittel des jeweiligen Kronblattes reicht. Die am Ende seitlich umgebogenen, kurzen Griffel stehen auf kegelförmig gedrucktem Griffelpolster. Die bis zu 5 mm lange Spaltfrucht ist unter dem Griffelpolster etwas eingeschnürt. Bei der Reife zerfällt sie in zwei schwach sichelförmige, braune, fädlich gerippte Teilfrüchte.
Blütezeit: Mai bis Juli
Sammelgut: Früchte
Sammelzeit: Juni bis Juli