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Vitamin A

WirkungVitamin A

Pharmakologische Eigenschaften, Pharmakokinetik, Toxikologie:
Retinol wird von den Zielzellen aufgenommen und nach Bindung an zytoplasmatische Rezeptoren in den Kern transportiert, um nach Bindung an kernnahe Rezeptoren Proteinsynthese-Leistungen zu beeinflussen. Weiterhin beeinflußt Retinsäure posttranslationale Reaktionen, insbesondere in der Synthese von Mannose und Galaktose enthaltenden Glykoproteinen und Glykolipiden.
Im wesentlichen lassen sich drei Wirkungsbereiche unterscheiden:
1. Somatische Funktionen:
In Form seines Alkohols (Retinol) ist Vitamin A für die Regulation von Wachstum und Differenzierung epithelialer und mesenchymaler Strukturen des Knochengewebes von Bedeutung. Es bestehen Hinweise, daß Vitamin A hinsichtlich dieser Funktion möglicherweise antikarzinogene (Krebsentstehung hemmende) Eigenschaften besitzt.
2. Beeinflussung von Fortpflanzung und embryonaler Entwicklung:
Spermatogenese, Orogenese, Plazentaentwicklung und embryonale Morphogenese.
3.Wirkung auf den Sehprozeß:
In Form des Aldehyds (Retinal) ist Vitamin A am Sehvorgang beteiligt; auch andere
Sinnesfunktionen (Hören, Schmecken, Riechen) sind von einer ausreichenden Vitamin-A-Versorgung abhängig. Die Regulierung von Zellwachstum und -differenzierung geschieht nach derzeitiger Kenntnis über eine Beeinflussung der Genexpression von Enzymen und Wachstumsfaktoren, die für die regelrechte Entwicklung und Regeneration von Zellen erforderlich sind.