Arthrose – Bewegung ist die beste Therapie

Ein Paar beim Nordic Walking

Eine Arthrose entsteht durch Abnutzung und Überlastung des Gelenkknorpels. Das A und O der Therapie: Sie müssen den Knorpelabbau aufhalten und eine reibungslose Gelenkfunktion unterstützen.

Bei einer Arthrose, im Volksmund „Gelenkverschleiß“ genannt, suchen die wenigsten Erkrankten einen Arzt auf. Die meisten leiden still, da verschleißbedingte Gelenkschmerzen noch immer als unvermeidliche Alterserscheinung gelten. „Das ist total verkehrt“, betonen die Experten. „Mit rechtzeitiger Behandlung und richtiger Lebensweise verhindern Sie oft Schlimmeres.“

Runter vom Sofa!

Da die Knorpelzellen keinen Schmerz wahrnehmen, bleiben die Verschleißerkrankungen lange Zeit unbemerkt. Schmerzen treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Nach Feierabend neigen viele Betroffene dazu, die geplagten Beine hochzulegen. Raffen Sie sich besser zu einem Ausgleichssport auf. Gerade vorbelastete Gelenke brauchen Bewegung. Dann kann der Körper sie ausreichend mit Nährstoffen versorgen.

Manch einer rührt sich bei Gelenk- und Knieproblemen am liebsten nicht mehr und setzt so einen Teufelskreis in Gang. Denn wer sich zu sehr „schont“, riskiert, dass die Gelenke immer schlechter funktionieren. Körperliche Aktivität bietet hier den besten Gelenkschutz. Ärzte empfehlen Schwimmen, Wandern, Walking oder Radfahren. Die Sportarten sollten keine abrupten Bewegungen erfordern, wie etwa beim Volleyball oder beim Tennis und Basketball.

Was passiert bei der Arthrose?

Bei einer Arthrose dauert es unter Umständen bis zu zehn Jahre, bis sich die Krankheit bemerkbar macht. Dann leiden die Betroffenen unter starken Schmerzen. Der Gelenkknorpel wird allmählich abgebaut und zerstört. Es kommt zu einem Abschleifen der Knorpelfläche, sodass der Knochen im Gelenk frei liegt. Das verursacht starke Schmerzen, und die Gelenke können versteifen.

Wie kann man eine beginnende Arthrose behandeln?

Physiotherapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik, Moor- und Schwefelbäder, Fango und Rotlicht bringen im Frühstadium der Erkrankung oft gute Erfolge und Linderung. Einreibungen in Form von Salben erleichtern die Beweglichkeit und lösen den Schmerz. Wenn die Arthrose allerdings weit fortgeschritten ist, dass Sie nicht mehr gehen können, dann kommt nur noch ein künstliches Knie oder Hüftgelenk in Frage.

Kein Grund zur Panik: Solche Operationen sind mittlerweile Routine, und die Patienten führen oft nach der Implantation ein fast normales Leben. Ein solches Kunstgelenk hält rund zehn bis 15 Jahre, danach können es die Ärzte problemlos austauschen.

Foto: © kasto – fotolia.com

RWG Redaktion

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