Vorbeugung ist die beste Medizin

Ein künstliches Hüftgelenk aus speziellem Metall

Ein künstliches Gelenk ist bei Arthrose häufig das letzte Mittel der Wahl. Finnische Forscher konnten nun in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung zeigen: Die Haltbarkeit der sogenannten Endoprothesen steigt, wenn die Behandelten bereits älter waren. Damit bestätigen die Wissenschaftler, was die meisten Mediziner ihren Patienten raten – den operativen Eingriff so lang wie möglich hinaus zu zögern. Da sich eine Arthrose in der Regel nur langsam manifestiert, kann mit vielen therapeutischen Maßnahmen gegen gesteuert werden. Dazu sollten belastungsarme Sportarten ebenso zählen wie eine ausreichende Versorgung mit hochdosiertem Vitamin E.

München-Großhesselohe, April 2006: Etwa 270.000 Menschen unterziehen sich jährlich in Deutschland einer Kniegelenk- oder Hüftgelenkoperation. Auch prominente Patienten wie die niederländische Königin Beatrix, Fritz Wepper, Karel Gott oder Liza Minelli gehören dazu und berichten von einem Zugewinn an Lebensqualität.

Entscheidung mit Bedacht

Dennoch sollte die Entscheidung für eine künstliche Hüfte oder ein künstliches Knie sorgfältig überdacht werden. Gründe dafür gibt es mehrere: Abgesehen von Standardkomplikationen wie Wundinfekte, Thrombosen und Embolien, die ein solcher Eingriff mit sich bringen kann, droht etwa einem Zehntel der Patienten die Lockerung des eingesetzten Gelenks schon innerhalb der ersten zehn Jahre.

Und auch wenn die Prothesen und Materialien an das Alter und die individuellen Anforderungen an das Gelenk angepasst werden: Selbst moderne Ausführungen aus einem Materialmix aus Kunststoff, Metall (Titan- und Stahllegierungen), Tantal und Keramik halten meist nicht länger als 15 bis 20 Jahre.

Haltbarkeit abhängig vom Alter

Jetzt haben finnische Forscher darüber hinaus herausgefunden, dass die Haltbarkeit des Gelenkersatzes sogar vom Alter der Betroffenen abhängt. Im Klartext: Je älter die Patienten, desto länger halten die künstlichen Kniegelenke. Damit bestätigen die Wissenschaftler, was die meisten Mediziner ihren Patienten raten – den Gelenkersatz so lang wie möglich hinaus zu zögern.

Beste Medizin: Vorbeugung

Die beste Medizin ist Vorbeugung: Dazu zählt in erster Linie abnehmen, viel bewegen und die Entzündungsprozesse im Gelenk und einen weiteren Knorpelverfall bekämpfen. Besonders gut gelingt dies mit hochdosiertem Vitamin E (500 bis 1.000 Internationale Einheiten täglich), denn Menschen mit chronischen Gelenkentzündungen haben meist einen extrem niedrigen Vitamin-E-Spiegel im Blut und der Gelenkflüssigkeit (lokaler Mangel).

Der Körper verbraucht große Mengen dieses Vitamins, um sich vor freien Radikalen zu schützen, die durch Entzündungsprozesse entstehen. Hochdosiertes Vitamin E hilft bei der Abwehr der zellzerstörerischen Radikale und bremst außerdem die Produktion entzündungsauslösender Stoffe. Auf diese Weise schützt es vor allem den Gelenkknorpel vor weiterem Verfall und kann sogar dazu beitragen, Schmerzmittel einzusparen.

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RWG Redaktion

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