Diabetes: Insulin oder Tabletten?

Insulintabletten in ihrer Verpackung neben einer Spritze

Wer die Diagnose Diabetes erhält, denkt zuerst mit Schrecken, dass er jetzt spritzen muss. Zum Glück trifft das auf die überwiegende Mehrheit der Patienten, die an dieser Stoffwechselstörung leiden, jedoch nicht zu.

Wie therapiert man am besten Diabetes?

Rund 90 Prozent aller Diabetiker haben Diabetes vom Typ 2, früher Alterszucker genannt. Und viele Patienten der Typ 2-Diabetiker brauchen zur Einstellung ihrer Blutzuckerwerte kein Insulin zu spritzen, obwohl diese Entscheidung nur Ihr Arzt fällen kann. Aber nicht alle Formen des Diabetes sind mit Tabletten behandelbar.

Wenn jedoch diese erleichterte Therapie für Sie in Frage kommt, kann Ihnen Ihr Arzt wirksame Antidiabetika verordnen. Orale Antidiabetika steigern die Tätigkeit der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse, die das notwendige Insulin erzeugen.

So regt sie den Organismus an, den Insulinmangel durch eine stärkere Produktion des Hormons selbst zu beheben. Bei vielen Patienten reicht oft schon eine strikte Diät oder die regelmäßige Einnahme von Tabletten, um den Stoffwechsel ins Lot zu bekommen. In späteren Jahren kann auch für den Typ 2-Diabetiker eine Insulinergänzung notwendig werden.

Insulinpräparate: Was verbirgt sich darin?

Insulin, das Sie dem Organismus von außen zuführen, kann nur seine Wirkung tun, wenn es den Verdauungstrakt umgeht. Insulin in Tabletten- oder Tropfenform kann es daher in diesen Fällen nicht geben. Für den insulinpflichtigen Diabetiker, was der Arzt nach gründlicher Untersuchung und anschließender Diagnose feststellt, bedeutet das den Umgang mit der Spritze, Pen oder Insulinpumpe.

Was sich im ersten Moment beängstigend und schwierig anhört, ist rasch zu erlernen und verliert heute durch problemlose Handhabung und moderne Produkte seinen Schrecken. Verabreicht wird heute oft ein Medikament, das aus synthetisch hergestelltem Insulin besteht.

Es entspricht in seiner Zusammensetzung exakt dem Hormon, das eine gesunde menschliche Bauchspeicheldrüse in ausreichender Menge erzeugt. So ist jedem Patienten ein Optimum an sicherer Insulinbehandlung garantiert.

Wie oft spritzt man Insulin?

Gewöhnlich wird Insulin zweimal täglich, morgens und abends, gespritzt. Dabei ist die Insulinmenge für den Tag größer als für die Nacht, da nachts keine Nahrung aufgenommen und keine Kohlehydrate umgewandelt werden müssen. Eine „intensivierte“ Therapie ersetzt heute oft diese „konventionelle“ Art der Insulintherapie. Das heißt, die Insulinmenge verteilt sich auf mehrere kleine Gaben, die sich die Patienten jeweils vor den Mahlzeiten spritzen.

So kommt die Stoffwechseleinstellung der eines Gesunden am nächsten. Für den Patienten bedeutet dies größere Freiheit bei der Auswahl seiner Mahlzeiten. Der Nachteil: die Pflicht zu großer Selbstdisziplin bei regelmäßig durchgeführten Selbstkontrollen.

Nahrungsergänzungen bei Diabetes sinnvoll

Diabetiker haben oft einen Mangel an bestimmten Mikronährstoffen – auch deshalb, weil die Mikronährstoffe stärker über die Niere ausgeschieden werden. Deshalb raten Experten, dass sie auf ihren Stoffwechsel abgestimmte Mikronährstoffe in Form von Nahrungsergänzungen (Apotheke) einnehmen. Dadurch können Sie bessere Blutzuckerwerte, eine bessere Fettverbrennung und eine bessere Stimmungslage erreichen.

Viele Diabetiker finden die Messung der Blutzuckerwerte zu kompliziert und lassen sie auch mal aus. Dank neuer Blutzuckermesssysteme ist die Kontrolle in jeder Situation sehr leicht und ohne viel Vorbereitung möglich.

Umständliches Hantieren mit einzelnen Teststreifen und separater Stechhilfe ist mit den neuen Systemen nicht mehr nötig: Mit nur einem Handgriff ist alles bereit für die Messung, und die winzige Menge von 1,5 Mikrolitern Blut reicht für ein präzises Ergebnis aus. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach den Messsystemen der neuen Generation.

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RWG Redaktion

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