Erkältungen: Nicht abwarten, sondern Tee trinken

Eine dampfende Teekanne mit einer Tasse

Wer im Anfangsstadium einer Erkältung dem Körper eine Verschnaufpause gönnt und ihn mit geeigneten Arzneimitteln unterstützt, lässt die Erkältungsviren oft gar nicht erst zum Zuge kommen.

Zur Vorbeugung haben sich vor allem die Abwehr stärkende Präparate aus der Apotheke bewährt, die zum Beispiel Pflanzenextrakte aus Echinacin, Eleutherococcus oder Thuja sowie hoch dosiertes Vitamin C oder das Spurenelement Zink enthalten. Gewinnen Schnupfen und Husten, Hals-, Kopfweh oder Gliederschmerzen trotzdem die Oberhand, helfen folgende Hausmittel:

Erkältungsbad

Die jeweiligen Badezusätze enthalten ätherische Öle beispielsweise aus Thymian, Eukalyptus, Latschenkiefer und/oder Kamille, die direkt über die Haut ins Blut und über die Atemwege aufgenommen werden. Der Effekt: Schleim lösend und verflüssigend, entzündungshemmend, entspannend.

Dampfbad

Noch gezielter als beim Vollbad gelangen die ätherischen Öle von Kamille, Salbei, Thymian, Pfefferminze oder Eukalyptus an den Ort des Geschehens – die Atemwege. Neben Inhalaten eignen sich auch Hustenbalsame zur Inhalation. Der Effekt: Entzündungshemmend, verbesserte Durchblutung der Schleimhäute und Schleim lösend. Die Nase wird frei, man kann leichter abhusten.

Einreibungen

Auch hier wirken ätherische Öle (siehe Dampfbad) über die Atemwege und direkt über die Haut. Der Effekt: ähnlich wie bei Erkältungs- und Dampfbad. Campher- und Menthol enthaltende Balsame nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden!

Nasendusche

Mit einer Salzlösung spült man nacheinander beide Nasenlöcher. Das entsprechende Salz ist in der Apotheke erhältlich. Der Effekt: Schleim verflüssigend und wohltuend für die Nasenschleimhaut.

Genug trinken

Viel Flüssigkeit ist bei Husten und Schnupfen äußerst wichtig, um fest sitzenden Schleim zu lösen. Zwei bis drei Liter Mineralwasser, Vitaminsäfte oder Kräutertees sollten es während einer Erkältung sein.

Erkältungstees

Abhängig von seinen Beschwerden kann man sich in der Apotheke spezielle Tees mischen lassen. Zum Beispiel löst ein Tee mit Efeublättern, Thymiankraut, Primel- und Süßholzwurzel Schleim, eine Mischung aus Eibischwurzel, Isländisch Moos, Malvenblüten und Fenchel beruhigt bei Hustenreiz die Atemwege, und ein Tee mit Holunder- und Lindenblüten senkt die erhöhte Körpertemperatur.

Abhärten heißt vorbeugen

Wer seinen Körper an schnelle Temperaturwechsel gewöhnt, ist in punkto Erkältungsvorbeugung meist auf der sicheren Seite. Zum Abhärten eignen sich bestens regelmäßige Saunagänge mit anschließender Abkühlung im Tauchbecken oder tägliche Wechselduschen.

Der homöopathische Tipp

Zusätzlich zu anderen Maßnahmen können bei Fieber, Frösteln, Husten, Halsschmerzen und Zerschlagenheitsgefühl Globuli mit Eupatorium perfoliatum D6 helfen, gegen bei trockener Kälte plötzlich einsetzende grippale Infekte mit Schüttelfrost, trockener Haut und blassem Gesicht wirken beispielsweise Globuli mit Aconitum D6.

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RWG Redaktion

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