Nasen mögen es „Meerwasser“ feucht

Eine junge Frau verabreicht sich Meerwasser-Nasenspray

Kalt-feuchte Luft draußen plus warm-trockene Luft drinnen – eine ungesunde Kombination im Winter. Wenn der Wind um die Häuser fegt und der Regen gegen die Fenster prasselt, sind wir froh, in der mollig-warmen Wohnung zu sitzen.

Wer aber glaubt, hier sei er vor Erkältungen sicher, ist leider auf dem Holzweg. Denn trockene Heizungsluft lässt auch den natürlichen Schutzfilm auf der Nasenschleimhaut austrocknen. Jetzt haben Erkältungsviren ein leichtes Spiel und können einfach in die Nasenschleimhaut eindringen. Meerwasser kann da Abhilfe schaffen.

Erkältung macht Schnupfen

In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter einem hartnäckigen Schnupfen. Ein Schnupfen ist die Folge einer Virusinfektion und geht einher mit einer entzündlichen Schwellung der Nasenschleimhäute, die weiteren Ärger verursachen kann: Die Nasenatmung wird behindert und das „Luftholen“ auf Mundatmung umgestellt.

Bei der Mundatmung aber wird die Atemluft nicht mehr optimal erwärmt und befeuchtet und es kann zu unangenehmen Infektionen der unteren Atemwege bis hin zur Lungenentzündung kommen. Außerdem schlafen wir bei behinderter Nasenatmung schlecht und fühlen uns tagsüber matt und schlapp.

Schmerzen in der „Nachbarschaft“

Ein sehr schmerzhaftes Ärgernis können Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen sein. Diese Komplikationen in den benachbarten Regionen der Nase entstehen, wenn durch das Anschwellen der Schleimhäute die Ausführungsgänge zu Nebenhöhlen und Mittelohr verlegt werden.

Das Sekret, das dort zu Reinigungszwecken produziert wird, kann nicht mehr abfließen und bildet dadurch einen optimalen Nährboden für Bakterien. Diese wiederum verbrauchen Luft und erzeugen so einen Unterdruck, der dann höchst peinvolle Schmerzen verursacht.

Trockenheit fördert Virenbefall

Man kennt circa 200 verschiedene Erkältungsviren, die zum Beispiel durch Tröpfcheninfektion oder Händeschütteln übertragen werden können. Besonders leicht siedeln sich die Erreger auf vorgeschädigten Nasenschleimhäuten an. Diese Vorschädigung kann eine Folge zu trockener Raumluft oder von Unterkühlung sein, zwei Zustände, die im Winter oft gemeinsam auftreten.

Die Erkältung bringt darum sozusagen ihre Viren im Winter besonders leicht ins Trockene. Trockene Heizungsluft, aber auch Zigarettenrauch, Luftverschmutzung oder Staub belasten die Nasenschleimhaut: Die Schleim bildenden Zellen können den Feuchtigkeitsverlust nicht mehr ausgleichen und die Atemluft wird somit nicht mehr ausreichend befeuchtet.

Die so genannten Flimmerhärchen auf der Schleimhaut werden durch trockene Luft in ihrer Funktion, Fremdkörper wieder nach draußen zu befördern, behindert. Mit ausgetrockneten Schleimhäuten verlieren wir gewissermaßen unsere Schutzschilde gegen die Erkältungsviren.

Weniger ist „Meer“

In der kalten Jahreszeit bleibt die im Sommer erhöhte Luftfeuchtigkeit aus, und man sollte mit geeigneten Maßnahmen für ein gesundes Klima in Wohnung und im Büro sorgen. Optimal ist laut Experten eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent. Erreichen lässt sich dieser Wert zum Beispiel mit dem Aufstellen von Wassergefäßen.

Auch Grünpflanzen verbessern das Raumklima. Wenn die Feuchtigkeit von außen weniger wird, kann man sich aber auch das Meer nach innen holen. Nasenspülungen mit Meerwasserspray aus der Apotheke befeuchten die Nasenschleimhaut und dienen zur Reinigung und sanften Spülung der Nasenhöhlen von trockenen, gereizten und verstopften Nasen.

Trotz Schnupfen wieder durchatmen

Wer sich dagegen bereits einen echten Schnupfen eingefangen hat, sollte zusätzlich zu einem Schnupfen-Spray (aus der Apotheke) greifen. Hintergrund: Das Bindegewebe der Nasenschleimhaut weist viele Blutgefässe auf. Bei einem Schnupfen erweitern sich diese, die Nasenschleimhaut dehnt sich aus und produziert mehr Schleim.

Dadurch wird die Nasenatmung erschwert. Ein geeignetes Spray kann helfen, die Schwellung der Schleimhaut zu reduzieren, den Abtransport des zähen Schleimes zu ermöglichen und die Nasenatmung zu normalisieren. Besonders empfehlenswert sind Sprays mit einem Anteil an ätherischen Ölen. So wird die Schleimhäute der Nase auch noch gepflegt und man verspürt ein angenehmes Frischegefühl.

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RWG Redaktion

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