Sanfte Hilfe bei Erkältung

Eine Frau muss sich schnäutzen

Er kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage: der ungebetene Gast Erkältung. Im Gepäck hat er Triefnase, Husten und Halsweh. Sobald sich Müdigkeit, Frösteln und Kopfschmerzen ankündigen, braucht das Immunsystem eine Extraportion Vitamine. Sie stärken die Abwehr.

Virus sucht neues Zuhause

Immer wieder gelingt es den zahlreichen Erkältungsviren, unser Immunsystem zu überlisten. Daran haben die spektakulären Erfolge der Medizin nichts ändern können. Wie geschieht das und was können wir dagegen tun?

Mikroskopisch kleine Viren verbreiten sich per Tröpfcheninfektion. Darunter versteht man das Versprühen erregerhaltigen Speichels beim Sprechen, Husten oder Niesen. Alles fängt mit einem gewaltigen Sprung an: Maximal zwei Meter „schaffen“ die Viren von einer grippal erkrankten Person zum neuen Wirt, dem ahnungslos Neuinfizierten.

Das ist für sie ein Leichtes, vor allem in vollgestopften Bussen und Bahnen, Restaurants, Büros, Sportanlagen und nicht zuletzt innerhalb der eigenen Familie. Und danach geht das Chaos schnell los: Halsschmerzen, Schnupfennase & Co. lassen grüßen. Von der Infektion bis zum Krankheitsausbruch können Stunden bis Tage vergehen.

Machen Sie die Selbstheilungskräfte mobil

Bei banalen Erkältungskrankheiten ist oft keine medikamentöse Therapie mit Antibiotika nötig. Zur Linderung der lästigen Beschwerden empfiehlt sich eine Reihe natürlicher Hilfen auf pflanzlicher Basis. Auch die Selbstbehandlung mit einem Öl-Destillat als Kombinationsarzneimittel wie Melissengeist kann bei einer unkomplizierten Erkältung die Beschwerden lindern und die Erkältungszeit insgesamt verkürzen. Lassen Sie sich zur Anwendung und Dosierung solcher Mittel in der Apotheke beraten.

Naturheilmittel können helfen

Seit alters her kommen verschiedene Anwendungen zur Linderung von Erkältungsleiden zum Einsatz. Wir stellen Ihnen die Wichtigsten vor. Trinken Sie ausreichend Tee und Mineralwasser, etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Das verflüssigt festsitzenden Schleim und hilft beim Abhusten.

Bewährt hat sich auch das Trinken heißer Milch mit Honig sowie von Salbei-, Kamillen-, Holunderblüten- oder Lindenblütentee. Nehmen Sie zweimal am Tag ein heißes Fußbad. Dann wird der Organismus besser durchblutet und die Schadstoffe leichter abtransportiert.

Wenden Sie eine Inhalationstherapie mit einem Inhalator (Apotheke) an. Damit gelangen die arzneilichen Wirkstoffe direkt zu den Bronchien. Verflüssigen Sie Ihre Nasensekrete mit Hilfe ätherischer Öle wie zum Beispiel Anis, Kiefernnadeln, Eukalyptus und Pfefferminze (Apotheke). Wenn die Nase richtig verstopft ist, sorgen Spülungen mit Salzsole für freies Atmen.

Pflanzliche Fitmacher können Ihre Immunabwehr stärken: Dazu zählen etwa der Sonnenhut (Echinacea), Lebensbaum, der Thymian und viele andere. Präparate mit den wertvollen Inhaltsstoffen der Pflanzen gibt es in der Apotheke, zum Beispiel in Tropfenform oder als Lutschpastillen. Erkältungsbalsame sind eine Wohltat: Reiben Sie damit den Hals und die Brust ein. Solche Balsame enthalten ätherische Öle, etwa Eukalyptus und Minze.

Ernähren Sie sich während der Erkältungszeit so vitaminreich wie möglich. Zusätzlich können Sie Vitamin C einnehmen, wenn frisches Obst, Salate und Gemüse nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Und wichtig: Verwenden Sie für Ihre Schnupfennase ausschließlich Papiertaschentücher zum Säubern der Nase. Entsorgen Sie diese nach einmaligem Gebrauch.

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RWG Redaktion

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