Aktiv gegen Osteoporose

Nordic Walking im Herbstwald

Bei Osteoporose handelt es sich um eine weit verbreitete und unterschätzte Krankheit. Sie können Sie dem Knochenschwund entgegen wirken und die Knochen vorbeugend stärken. Unser Skelett ist so hart wie Granit.

Bis in das vierte Lebensjahrzehnt ist unser Skelett sehr stabil. Nur bei extremen Belastungen entsteht ein Bruch. Ihre hohe Festigkeit verdanken die Knochen vor allem dem Calcium. Unser Körper fügt den wichtigen Mineralstoff lebenslang immer neu in das Knochengewebe ein. Das Skelett ist kein starres Gerüst. Es besteht aus vitalem Gewebe und befindet sich permanent im Umbau. Bis zum 35. Lebensjahr überwiegen die Aufbauarbeiten, danach beginnt ein allmählicher Knochenschwund.

Verminderte Knochensubstanz

Er gehört zum normalen Alterungsprozess. Von Osteoporose sprechen Mediziner, ist die Skelettsubstanz stark vermindert und besteht erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen. Knochen brauchen Belastung. Die Vorbeugung von Osteoporose beginnt in jungen Jahren. Je größer die „Spitzenknochenmasse” ausfällt, desto besser die Ausgangsbasis für das Alter. Drei Dinge kurbeln den Skelettaufbau an: Bewegung, Calcium und Vitamin D3.

Regelmäßiger Sport baut Knochenmasse auf. Nach dem 40. Lebensjahr beugt er Osteoporose vor. Prinzipiell eignet sich jede Bewegungsart. Achten Sie darauf, die Knochen zu belasten, ohne sie zu überfordern. Als günstig gelten Laufen, Gehen, Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Gymnastik oder ein spezielles Fitnesstraining.

Ernste Folgen drohen

Knochenschwund gehört zum normalen Altersprozess. Ist die Knochensubstanz um mehr als 30 bis 40 Prozent vermindert und besteht eine erhöhte Gefahr für Knochenbrüche, sprechen Ärzte von Osteoporose. Typisch sind Oberschenkelhalsbrüche.

In Deutschland operieren Chirurgen jährlich ca. 65.000 Oberschenkelhalsbrüche – sie sind fast ausnahmslos eine Folge von Osteoporose. Weitere schwerwiegende Konsequenzen des Knochenschwunds stellen Brüche der Rückenwirbel, Armknochen und Handgelenke dar. Ärzte unterscheiden zwei Typen von Osteoporose.

Zwei Typen von Osteoporose

Typ 1 der Osteoporose hängt eng mit einer verminderten Produktion von Geschlechtshormonen zusammen. Sowohl das weibliche Östrogen wie auch das männliche Testosteron sind am Prozess des Knochenumbaus beteiligt. Typ 1 betrifft überwiegend Frauen nach den Wechseljahren.

Typ 2 beruht auf einem Mangel an Calcium und Vitamin D3. Oder darauf, dass der Körper das Knochen-Vitamin schlecht verwertet und deshalb mehr davon benötigt. Eine Osteoporose vom Typ 2 tritt gleichermaßen bei Männern und bei Frauen auf. Der krankhafte Knochenschwund entwickelt sich schleichend über viele Jahre und verursacht häufig lange Zeit keine Symptome.

Alarmsignal Rückenschmerzen

Erste Anzeichen einer Osteoporose stellen anhaltende Knochenschmerzen, Rückenbeschwerden oder die Bildung einer krummen Wirbelsäule dar. Bei fortgeschrittener Krankheit verursacht harmloses Stolpern einen Bruch. Der Arzt erkennt die Osteoporose mit Hilfe von Knochendichtemessungen oder Röntgenaufnahmen.

Er achtet z.B. darauf, ob die Knochen im Röntgenbild mit der Zeit durchsichtiger werden oder ob sich ihre Dichte im Laufe eines Jahres auffällig verändert. Spezielle Blutuntersuchungen helfen bei der Diagnosestellung. Calcium reduziert das Risiko. Bei der Therapie kommt es darauf an, die Knochen zu stabilisieren.

Vorbeugen mit der richtigen Ernährung

Für beide Osteoporose-Typen gilt: Basis der Vorbeugung bildet die regelmäßige Einnahme von Calcium und Vitamin D3. Die tägliche Einnahme von Calcium und Vitamin D3 reduziert das Risiko von Knochenschwund entscheidend. Das haben Untersuchungen gezeigt. Regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol unterstützen die Knochenfestigung. Vorbeugend eignet sich auch die Einnahme eines Kombinationspräparates mit Calcium und Vitamin D3.

Unser Körper benötigt jeden Tag mindestens ein Gramm Calcium – Frauen in den Wechseljahren und Senioren brauchen mehr. Viele Bundesbürger decken den hohen Bedarf nicht mit ihrer Nahrung. Oft fehlt das wichtige Vitamin D3: Unser Körper bildet es, wenn Sonnenlicht in die Haut eindringt.

Ernährungsplan für starke Knochen

Erfahrungsgemäß sind ältere Menschen unzureichend mit Calcium und Vitamin D3 versorgt. Es droht Osteoporose. Sie benötigen täglich mindestens 600 Milligramm Calcium plus fünf Mikrogramm Vitamin D3. Z.B. aus Brausetabletten. Noch bequemer sind neuartige Micro-Pellets. Sie lösen sich im Mund in Sekundenschnelle auf und Sie schlucken sie problemlos ohne Flüssigkeit.

Milch und Milchprodukte, frisches grünes Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Nüsse sowie Mineralwasser und Fruchtsäfte gehören täglich auf Ihren Speiseplan.Vitamine sind für den Aufbau stabiler Knochen unverzichtbar. Stellen Sie daher eine ausreichende Zufuhr der Vitamine D, C, A, K und B12 sowie von Folsäure sicher. Achtung! Knochendiebe lauern überall. Als „Weichmacher” gelten Alkohol, Koffein, Zucker und Fette.

Foto: © Jacek Chabraszewski – Fotolia.com

RWG Redaktion

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