Rheuma – Aktiv trotz Gelenkbeschwerden

Eine ältere Dame beim Joggen

Schmerzen im Bewegungsapparat beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Gegen rheumatische Erkrankungen gibt es viele Mittel: Entscheidend ist eine frühe Therapie. Mit der Beweglichkeit beeinträchtigt Rheuma auch den Spaß am Leben.

Die ersten Anzeichen wirken harmlos: Druckempfindlichkeit beim Händeschütteln, Sehnenscheidenentzündung oder ein Kribbeln in den Füßen. Die Symptome verdeutlichen sich. Typisch ist die Morgensteife in Finger- oder Fußgelenken: Die Betroffenen brauchen nach dem Aufstehen eine halbe Stunde, bis sie normale Bewegungen ausführen.

In der Anfangsphase einer rheumatoiden Arthritis sind wenige Gelenke betroffen. Die Beschwerden treten symmetrisch in beiden Körperhälften auf. Breitet sich die Krankheit aus, betrifft sie Schultern, Knie, Ellenbogen und Sprunggelenke. Schlißlich befällt die Arthritis innere Organe befallen – Rheumatiker haben ein erhöhtes Infarktrisiko.

Angriff auf den Knorpel

13446-2Ursache der rheumatoiden Arthritis ist ein Irrtum des Immunsystems. Abwehrzellen greifen fälschlicherweise die Gelenkinnenhaut und den Knorpel an. In der Folge kommt es zu chronischen Entzündungen, die das Gewebe zerstören. Die betroffenen Gelenke versteifen sich. Diese Entwicklung lässt sich verhindern. Gehen Sie zum Arzt, sobald sie Symptome einer Athritis bemerken! Er verschreibt moderne Medikamente, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen.

Neben Kortison stehen Basistherapeutika zur Verfügung, die das Immunsystem hemmen und die Entzündung unterdrücken. Reicht diese Behandlung nicht aus, kommen neuartige Wirkstoffe zum Einsatz. Biologika blockieren spezielle Botenstoffe des Immunsystems – sie wirken schneller als die Basis-Medikamente.

Der Kampf gegen die Schmerzen

Bleiben Sie mobil: Bewegung erhält die Beweglichkeit. Wenn die Gelenke schmerzen, sind körperliche Aktivitäten nur eingeschränkt möglich. Einer konsequenten Schmerztherapie kommt zentrale Bedeutung zu. Die langfristige Einnahme chemischer Schmerzmittel belastetden Magen stark.

Die Natur hilft: Eine kontinuierliche Anwendung pflanzlicher Präparate wirkt bei vielen Patienten so gut, dass sie die Dosis der Schmerzmittel verringern oder darauf verzichten können. Bewährte Heilkräuter in der Rheumatherapie heißen Teufelskralle, Weidenrinde und Brennnessel. Zu den hilfreichen Naturstoffen zählt das Vitamin E.

Verschleiß im Gelenk

Viele Patienten sind unter 40. Die häufigere Arthrose tritt bei älteren auf. Ihre Ursache bildet ein Verschleiß des Knorpels – jenseits des 65. Lebensjahres weisen Menschen Abnutzungen im Gelenk auf. Typische Beschwerden bei Arthrose stellen Kälteempfindlichkeit und Schmerzen nach längeren Bewegungspausen dar. Knirschende Geräusche im Gelenk kommen vor.

Schubweise kommt es beim Knorpelverschleiß zu Entzündungen. In diesen Phasen schmerzt jede Bewegung. Lindernde Medikamente sind bei Arthrose ebenfalls unverzichtbar. Sie erhalten die Aktivität und ermöglichen ein regelmäßiges Bewegungsprogramm. Gezieltes Training hät das Fortschreiten der Erkrankung auf. Knorpel-Aufbaupräparate wirken ergänzend zu Schmerzmitteln – Apotheken bieten diese an. Sie unterstützen die Regeneration im Gelenk und verhindern weiteren Verschleiß.

Vitamin E bringt die Gelenke in Schwung

Klinische Studien zeigen, dass große Mengen Vitamin E sowohl bei Arthrose als auch bei Arthritis hilfreich ist. Die ergänzende Anwendung des Naturmittels veringert die Dosis chemischer Schmerzmittel. Morgensteife und Ruheschmerz nehmen ab. Im entzündeten Gelenk entstehen freie Radikale, die der Knorpelzerstörung Vorschub leisten.

Vitamin E macht diese aggressiven Moleküle unschädlich. Der Körper verbraucht es im Prozess – anhaltende Entzündungsreaktionen führen zu einem Vitamin-E-Mangel im Gelenk. Dieses Defizit gleichen Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke aus. Wir empfehlen VItamin E aus natürlichen Quellen: Der Körper verwertet es besser als künstliche Varianten.

Bewegung gehört zur Therapie

Regelmäßige Aktivitäten bilden eine entscheidende Säule im Kampf gegen Rheuma. Es kommt nicht auf sportliche Leistungen an: Sanfte Ausdauerbewegungen steigern die Produktion der Gelenkschmiere und kräftigen die Muskulatur. Ältere und wenig geübte Menschen können ein Bewegungsprogramm finden, das ihnen gut tut.

Als ideal gilt das Tanzen. Im Rhythmus der Musik nehmen viele Patienten Schmerzen weniger wahr – nebenbei stärken sie ihre Muskeln. Weitere geeignete Sportarten finden wir im Radfahren, in Wassergymnastik, Rückenschwimmen, Wandern, Walking, Yoga oder Tai Chi. Besprechen Sie sich mit ihrem behandelnden Arzt, ehe Sie loslegen.

Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

Foto Artikel: Optovit

Foto oben: © Volker Witt – fotolia.com

RWG Redaktion

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