Schlangengift bei Rheuma-Schmerzen

Das Schlangengift der Kobra kann bei Rheuma-Schmerzen helfen.

Karl Meier hatte sich mit seiner Krankheit abgefunden: Rheuma lautete die Diagnose. Nur an die immer wiederkehrenden Schmerzen, vor allem in den Knien und im Rücken, konnte er sich nicht gewöhnen.

Schlangengift in Salbenform

Sein Arzt hatte einen Langzeit-Behandlungsplan für ihn aufgestellt. Sicherlich, die verordneten Schmerzmittel und Packungen linderten den Rheuma-Schmerz. Und eine besondere Diät half, das Krankheitsbild nicht zu verschlechtern. Doch wenn er an seine Zukunft dachte, wurde er mutlos. In seiner Apotheke erfuhr er schließlich von einer neuen Therapie gegen rheumatische Beschwerden: eine Kombination von Schlangengiften in Salbenform.

Tiergifte, vor allem Schlangengifte, gehören zu den wirksamsten Heilmitteln. Auf vielen Schlangenfarmen in den tropischen Ländern wird das Gift der gefährlichen Schlangen (Brillenschlange, Sandviper, Klapperschlange, Wasserschlange) für medizinische Zwecke gewonnen. Normalerweise reicht ein Biss aus, um einen Menschen in kürzester Zeit zu töten. Keine Angst: Die extrem hohen Verdünnungen dieser Gifte im Heilmittel garantieren Unschädlichkeit – und wirksame Hilfe bei verschiedenen Leiden.

Warum gerade Schlangengift bei Rheuma?

Schlangengift-Medikamente sind in unseren Apotheken teils auf ärztliche Verordnung und teils rezeptfrei erhältlich. Zur Behandlung von Schmerzen bei Rheuma und Arthritis hat sich das Gift der Königskobra bewährt. Karl Meier spricht aus angenehmer Erfahrung, wenn er sagt: „Seit der Schlangengift-Behandlung sind die unangenehmen Schmerzen weniger geworden, die Beweglichkeit der Gelenke hat wieder zugenommen.“

Für den Therapeuten ist das kein Rätsel: Bereits kurz nach dem Auftragen der Salbe betäubt das Schlangengift die Reizleitung der Schmerznerven. Es kommt zu einer raschen Schmerzlinderung an den betroffenen Gelenken und dadurch zu einer Verbesserung der Bewegung. Von der europäischen Sandviper und der indischen Königskobra stammen die Wirkstoffe, die in Salbenform verarbeitet werden.

Aufwendige Gewinnung

Die Gewinnung von Schlangengift ist schwierig: Die in den Schlangenfarmen lebenden Tiere werden regelmäßig „gemolken“. Durch einen leichten Druck öffnen sich die Kiefer. Dann presst man ein mit einer dünnen Folie bespanntes Gefäß an die Giftzähne. Wie im Reflex beißt die Schlange zu und spritzt ihr Gift – nur wenige Tropfen – in das sterile Gefäß.

Wegen dieses aufwändigen Verfahrens ist Schlangengift nicht gerade preiswert. Doch ist es seinen Preis zur Linderung und Behandlung vieler Erkrankungen wie Rheuma wert und wirkt ebenso in niedrigen Konzentrationen sehr gut.

Quelle: Fit + 50 6/2007

Foto: © ChilliProductions – Fotolia.com

RWG Redaktion

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