Peinlich im Intimbereich!

Bei Krankheiten im Intimbereich gilt: Nicht schämen, sondern auskennen!

Vielen sind Hauterscheinungen im Intimbereich peinlich. Doch Sie sollten sich nicht schämen, sondern auskennen. Ob eitriger Pickel oder Einrisse: Bei Beschwerden im Intimbereich scheuen sich viele vor Untersuchungen und Beratungsgesprächen. Wir stellen Ihnen die häufigsten Erkrankungen vor.

Ausschlag, Pickel und Pilze

Pilzinfektion/Juckreiz: (Hefe-)Pilze kommen natürlicherweise auf der Haut vor, ohne Probleme zu machen. Manchmal vermehren sich die Mikroorganismen jedoch plötzlich ungehemmt, es kommt zur Infektion. Ursachen sind unter anderem: Medikamente, Diabetes, Immunschwäche, Übergewicht. Vorkommen: Überall möglich, am häufigsten im Fuß- oder Intimbereich. Therapie: Behandlung direkt auf der betroffenen Hautstelle oder ein Medikament zum Einnehmen, das den Pilz von innen her angeht.

Trockene Scheide (Wechseljahre): In den Wechseljahren vermindert sich die Produktion des Hormons Östrogen. Besonders stark äußert sich dies an den Schleimhäuten der Scheide. Folge: Die Durchfeuchtung und die Durchblutung der Scheidenschleimhaut wird vermindert, die Schleimhaut empfindlicher und Sex kann schmerzhaft werden. Therapie: Befeuchtende Gels, pflanzliche Hormone aus Rotklee.

Ausschlag: Häufig Begleiterscheinung verschiedenster Hauterkrankungen, oder verursacht durch Allergien oder Bakterien-/ Vireninfektion. Symptome: Jucken, Schmerzen, gerötete Haut, Pusteln. Vorkommen: Überall auf der Haut möglich. Therapie: je nach Krankheitsbild – deshalb empfiehlt sich ein Besuch beim Hautarzt.

Rasurpickel: Eine Rasur reizt die Hautoberfläche und verursacht winzige Verletzungen, so geraten krankmachende Keime in die Haut und bewirken dort kleinste Entzündungen. Es bildet sich Eiter. Kann dieser nicht nach außen abfließen, bilden sich eitrige Rasurpickel. Vorkommen: Überall auf der rasierten Haut. Therapie: Reizarmes Rasierzeug verwenden. Vorbeugen: Milde Aftershaves, pflanzliche Salbe mit desinfizierender Wirkung.

Cremes helfen

Fistel: Eine Fistel (von lateinisch fistula = Röhre, Pfeife) ist ein nicht natürlicher, röhrenförmiger Gang. Er geht entweder von einem Hohlorgan oder einem krankhaft bedingten Hohlraum (Abszesshöhle) aus. Ursachen bilden unter Umständen Verletzungen oder Entzündungen. Vorkommen: Überall am/im Körper möglich. Therapie: Bei Beschwerden oder Funktionsstörungen: operativ.

Hämorrhoiden: Schwellkörper in der Anal-Schleimhaut. Hämorrhoidalleiden: Blutstau und Abflussbehinderung in diesem Gefäßpolster. Folge: Knotenartige Vorwölbungen der Schleimhaut mit Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen oder Blutungen. Ursachen: Verstopfung, verstärktes Pressen, Übergewicht oder eine angeborene Bindegewebsschwäche. Therapie: Verstopfung durch Bewegung und Ernährung entgegenwirken.

Abszess: Dringen Krankheitserreger in den Körper ein, bekämpft das körpereigene Abwehrsystem die Erreger. Dabei entsteht der Bakterien- und Zellabfall enthaltende ansteckende Eiter. Bildet sich dabei ein umkapselter Hohlraum im Gewebe, ist das ein Abszess. Vorkommen: Behaarte Bereiche. Therapie: Pflanzliche Behandlung mit einer speziellen Abszess-Salbe mit natürlichem Lärchenterpentin und Terpentinöl zur sanften Eiterentleerung. Zu spät behandelt hilft nur noch ein chirurgischer Eingriff.

Wunde Stellen durch Sex

Hauteinrisse durch Sex: Im Genitalbereich kommt es beim Sex unter Umständen zu schmerzhaften Hauteinrissen. Ursache dafür ist meist eine zu trockene Haut in diesen Regionen. Therapie: Spezialcremes, die Feuchtigkeitsverluste über die Haut unterbinden und für die Wiederherstellung der schützenden Hautbarriere sorgen. Die Cremes sollten keine Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten.

Wunde Stellen/Wolf: Kommen oft da vor, wo Haut an Haut reibt, also im Intimbereich oder an der Innenseite der Oberschenkel. Ursachen sind Druck und Reibung, die die Haut aufscheuern. Auslöser gehen auf Sportarten wie Reiten, enge Kleidung, langes Sitzen oder Übergewicht zurück. Therapie: Vermeidung der auslösenden Faktoren. Druck- und Reibung mindernde Salben, die sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legen und als Puffer zwischen Kleidung und Haut fungieren.

Quelle: Anna Stephan

Foto: © pathdoc – Fotolia.com

RWG Redaktion

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