| Bei einem gesunden
Menschen schwankt der Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel) im
Laufe des Tages abhängig von den Mahlzeiten. Die Normalwerte
liegen morgens zwischen 70 und 100 Milligramm pro Deziliter
Blut (mg/dl) – sofern während der Nacht nichts
gegessen oder getrunken wurde – und zwischen 120 bis
140 mg/dl ca. zwei Stunden nach einem zucker- oder kohlenhydratreichen
Essen.
Dabei steigen die Werte nach dem 50. Lebensjahr leicht und
stetig an, vor allem bei Menschen, die sich wenig bewegen.
Menschen, die an einem Diabetes-Typ-1 leiden, produzieren
wenig oder gar kein Insulin und sind deshalb „insulinpflichtig“,
d. h. sie müssen das Hormon von außen zuführen.
Sie erkranken meist im Jugendalter zwischen 11 und 13 Jahren
und als Ursache gilt das Zusammenwirken von erblicher Veranlagung,
äußeren Fakto-ren (z. B. bestimmte Viruserkrankun-gen)
sowie eine Fehlsteuerung des Immunsystems, in Folge dessen
die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse
zerstört werden.
Der Körper des Typ-2-Diabetikers produziert noch Insulin,
doch die Zellen sind aufgrund von erblichen und nicht erblichen
Faktoren wie Übergewicht, fettreiche, falsche Ernährung
und Bewegungsmangel resistent gegen das Insulin geworden.
Zu Beginn des Prozesses dieser Insulinresistenz kann der
Körper den Mehrbedarf des Hormons noch aus-gleichen,
indem die Bauchspeichel-drüse mehr davon produziert.
Doch im Laufe der Zeit erschöpft sich die Insulinproduktion
– und aus einer anfänglich gestörten Glukosetoleranz
(überhöhter und verlängerter Blut-zuckeranstieg
nach einer Mahlzeit) wird schließlich ein manifester
Typ-2-Diabetes.
In den vergangenen Jahren hat sich das Alter beim ersten
Auftreten des Diabetes zunehmend nach unten verlagert –
der sogenannte Alters-diabetes tritt heute schon bei Jugendlichen
auf!
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