Yoga-Übungen bei fehlender Regelblutung

Eine Frau macht Yoga-Übungen auf einem Bootssteg

Bleibt die Regelblutung über längere Zeit aus, sind die Betroffenen meist beunruhigt und verunsichert. Tritt die Regelblutung gar nicht ein, spricht man von der primären Amenorrhea, bleibt sie aus von der sekundären Amenorrhea oder Menostase. Dieses Problem tritt vor der Pubertät, während der Schwangerschaft und des Stillens und in der Menopause auf und kann mithilfe einer Vielzahl gezielter Yoga-Übungen gelöst werden.

Padmasana: Lotus Haltung

Die Lotus Haltung ist eine der bekanntesten Yoga-Übungen. Diese Übung bildet den Grundstein für alle, die sich und Ihrem Körper etwas Gutes tun möchten. Viele Yoga-Übungen beginnen mit Sthiti. Dies ist ein Sanskritbegriff für die Ruheposition. Je nach Übung können Sie in einer sitzenden oder liegenden Ruheposition beginnen.

Sthiti: Setzen Sie sich mit ausgestreckten Beinen und zusammen gehaltenen Fersen auf den Boden, pressen Sie die Handfläche neben der Hüfte leicht auf den Boden und achten Sie auf ein aufgerichtetes Rückgrat. Beugen Sie das rechte Bein am Kniegelenk, halten Sie den rechten Fuß mit beiden Händen und platzieren Sie ihn am Oberschenkel.

Verfahren Sie mit dem linken Fuß mit umgedrehten Sohlen genauso. Berühren Sie mit Ihren Fersen Ihren Bauch. Sitzen Sie aufrecht mit ausgestreckten Armen und gebeugtem Zeigefinger, so dass Zeigefinger und Daumen sich berühren. Schließen Sie die Augen und atmen Sie fünfmal tief ein und aus. Kehren Sie zur Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie die Übung mit dem linken Fuß.

Paschimotanasana: Posterior Stretching Posture

Bei Yoga-Übungen ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und mit ihm in Einklang zu kommen. Yoga ist anstrengend, aber für den Körper eine Wohltat. Setzen Sie sich in die Sthiti-Position, heben Sie beide Arme mit den Handflächen nach vorne gerichtet über den Kopf, bis sie die Ohren berühren.

Inhalieren Sie dabei. Atmen Sie langsam aus und beugen Sie Ihre Brust nach vorne. Versuchen Sie, Ihre Fußspitzen mit beiden Händen zu halten. Ihre Stirn sollte bei der Paschimotanasana-Übung das Knie berühren, ohne dass sie es beugen. Atmen Sie einige Sekunden lang normal. Wiederholen Sie den Vorgang mit der anderen Seite.

Bhujangasana: Schlangensitzhaltung (Kobra)

Bei dieser Yoga-Übung wird das Gesäß gedehnt und schafft Abhilfe gegen ausbleibende oder schmerzhafte Regelblutungen. Sie ist ebenfalls eine verbreitete Übung des klassischen Hatha-Yogas.Sthiti bei der geneigten Position: Legen Sie sich mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden und halten Sie die Beine dabei geschlossen. Berühren Sie den Boden mit dem Kinn, legen Sie die Hände am Körper an. Richten Sie die Fußsohlen nach oben. Positionieren Sie die Handflächen neben der Brust und halten Sie die Hände bei den Ellbogen gebeugt.

Heben Sie den Kopf und den oberen Teil der Brust langsam bis zum Nabel, während Sie einatmen. Halten Sie den Teil unterm Nabel gerade, während Sie den Boden berühren. Beugen Sie das Rückgrat langsam nach hinten und halten den Kopf hoch. Versuchen Sie diese Stellung für einige Sekunden zu halten. Atmen Sie langsam aus, während Sie zur ursprünglichen Position oder Sthiti zurückkehren.

Shalabhasana: Die Heuschrecke

Die Heuschrecken-Haltung ist eine sehr verbreitete Yoga-Übung. Die Übung eignet sich für Fortgeschrittene. Sthiti vor der Heuschrecken-Haltung: Legen Sie sich mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden und halten Sie die Beine zusammen. Berühren Sie mit dem Kinn den Boden. Legen Sie die Hände an die Seiten des Körpers und richten Sie die Fußsohlen nach oben. Positionieren Sie die Hände zusammengepresst unter die Schenkelpartien. Heben Sie beide Beine ohne die Knie zu beugen und atmen Sie ein. Halten Sie diese Position für einige Zeit. Atmen Sie langsam aus, während Sie zur ursprünglichen Position zurückkehren.

Dhanurasana: Der Bogen

Sthiti vor der Bogen Haltung: Legen Sie sich bei dieser Yoga-Übung mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden und halten Sie die Beine zusammen. Berühren Sie mit dem Kinn den Boden. Beugen Sie Ihre Beine und das Knie langsam. Atmen Sie langsam, während Sie Ihre Füße an den Händen halten.

Krümmen Sie Ihren Rücken um die Form eines Bogens einzunehmen, den Ellbogen entspannt und schauen Sie aufrecht. Atmen Sie dabei ein. Halten Sie diese Position für einige Zeit. Atmen Sie langsam aus, während Sie zur ursprünglichen Position zurückkehren. Atmen Sie dreimal ein und aus und wiederholen Sie diese Yoga-Übung fünfmal.

Sarvangasana: Schulterstand

Die Schulterstand Haltung ist eine der wichtigsten Übungen. Sie wirkt auf den ganzen Körper harmonisierend. Neben Problemen der Regelblutung lindert sie zum Beispiel auch Bluthochdruck. Sthiti vor der Rückenlage: Bei dieser Yoga-Übung legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden und strecken Sie Ihre Arme über den Kopf. Heben Sie beide Beine langsam an, bis Sie einen Winkel von 45 Grad erreicht haben. Heben Sie die Beine bis zu einem 90-Grad-Winkel an und atmen Sie ein.

Mit Unterstützung der Arme und der Ellbogen heben Sie langsam Ihr Gesäß und den Rumpf an, ohne den Kopf zu bewegen. Berühren Sie mit dem Kinn Ihren Hals. Halten Sie diese Position für einige Zeit. Atmen Sie langsam aus, während Sie zur ursprünglichen Position zurückkehren.

Halasana: Der Pflug

Nehmen Sie bei dieser Yoga-Übung die Sthiti-Stellung vor der Rückenlage ein. Heben Sie beide Beine langsam an bis Sie einen Winkel von 45 Grad erreicht haben. Gehen Sie dann weiter auf 90 Grad und dann zum Boden. Atmen Sie dabei ein.

Mit Unterstützung der Arme und der Ellbogen heben Sie langsam Ihr Gesäß und den Rumpf an, ohne den Kopf zu bewegen. Berühren Sie mit dem Kinn den Hals. Beugen Sie Ihre Beine, bis sie den Boden berühren und halten Sie die Hände gegenüber den Füßen. Halten Sie diese Position für einige Zeit. Atmen Sie langsam aus, während Sie zur ursprünglichen Position zurückkehren.

Nadi Shudhi Pranayama: Reinigung der Nerven

Setzen Sie sich für diese Yoga-Übung aufrecht in Padmasana – Lotusstellung oder eine andere meditative Stellung. Atmen Sie dabei aus. Schließen Sie das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und atmen Sie langsam ein. Wiederholen Sie die Übung mit dem linken Nasenloch mit dem Ringfinger der rechten Hand. Wiederholen Sie diese Prozedur mindestens neun Mal und beenden Sie dann den Zyklus des Nadi Shudhi Pranayama.

Sitkari Pranayama: Atemübung mit gefalteter Zunge

Setzen Sie sich aufrecht in Padmasana – Lotus Stellung oder eine andere meditative Stellung. Atmen Sie dabei aus. Rollen Sie Ihre Zunge mit einer kleinen Öffnung auf beiden Seiten nach hinten, bis die Spitze den harten Gaumen berührt. Ziehen Sie nun die Luft durch die Seitenöffnungen an, bis die Zunge ein zischendes Geräusch macht. Halten Sie den Atem so lange wie möglich an. Atmen Sie durch beide Nasenlöcher aus und normal weiter. Wiederholen Sie die Übung.

Shitali Pranayama: Atemübung mit zum Schnabel geformter Zunge

Setzen Sie sich aufrecht in Padmasana – Lotus Stellung oder eine andere meditative Stellung. Atmen Sie dabei aus. Formen Sie Ihre Zunge zu einem Rüssel, wie bei einem Vogel. Saugen Sie nun die Luft durch die zum Rüssel geformte Zunge. Dabei entsteht ein zischendes Geräusch. Behalten Sie die Luft solange wie möglich. Atmen Sie die Luft durch beide Nasenlöcher aus und atmen dann normal weiter. Wiederholen Sie die Übung.

Ujjayi Pranayama: Atemübung mit voll-ausgeweiteten Lungen

Setzen Sie sich für diese Yoga-Übung aufrecht in Padmasana – Lotus Stellung oder eine andere meditative Stellung. Atmen Sie dabei aus. Atmen Sie langsam durch beide Nasenlöcher. Sie fühlen den Durchzug der hereinkommenden Luft am oberen Gaumen und ein Zischlaut sollte in der Kehle generiert werden. Füllen Sie ihre Lungen komplett und halten für einige Sekunden die Luft an. Atmen Sie langsam und kontinuierlich aus, bis die Lungen leer sind. Entspannen Sie sich im Shavasana.

Heilendes Mantra

Dieses Mantra bezieht sich auf Swadistana Chakra. Setzen Sie sich aufrecht in Padmasana – Lotus Stellung oder eine andere meditative Stellung. Atmen Sie dabei aus. Visualisieren Sie das Symbol mit dem Wasser in der Mitte. Atmen Sie langsam fünfmal tief ein und aus. Konzentrieren Sie sich nun auf Ihr Kreuzbein. Dort liegt der zweite Chakra.

Atmen Sie bei dieser Yoga-Übung weiterhin kontinuierlich ein und aus.Summen Sie das heilende Beeja Mantra “ VAM” and und wiederholen Sie es zehn Mal. Legen Sie sich auf dem Rücken und entspannen Sie die unteren Regionen Ihres Körpers wie Beine und Oberschenkel.

Beugen Sie die Beine, die Füße berühren die unteren Knochen am Bauch. Atmen Sie tief ein und aus. Lassen Sie Ihre Knie zur Seite fallen und berühren Sie langsam den Boden. Kehren Sie zur Ausgangsposition zurück. Entspannen Sie sich im Shavasana.

Kur zu Hause

Ergänzen Sie Ihre Yoga-Übungen durch eine wohltuende Kur, um Ihren Körper zu stärken. Die Kur unterstützt den Körper nicht nur bei den Übungen, sondern im Alltag. Sie ist unkompliziert, dennoch sehr wirkungsvoll.

Nehmen Sie dreimal pro Tag Sesampuder mit Rohrzucker zu sich und trinken Sie zweimal täglich Stachelbeerensaft. Trinken Sie Milch mit gemixtem Spargel ebenfalls zweimal täglich. Vermischen Sie zehn Datteln und fünf Mandeln zu einer Paste und lassen Sie diese über Nacht in Ziegenmilch ruhen. Nehmen Sie diese Paste einmal täglich mit Honig ein. Trinken Sie zweimal täglich mit einem Glas Milch gekochtes Bockshornkleepuder.

Foto: © Maygutyak – fotolia.com

RWG Redaktion

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