Körpertraining: Fit wie ein Turnschuh

Ein Mann über 50 beim Körpertraining

Fördern wir unseren Körper regelmäßig, beugen wir vielen Krankheiten vor. Körpertraining lohnt sich auch jenseits der 50. Das streben nach Gesundheit erfreut sich größerer Beliebtheit denn je – vor allem bei Älteren.

Gezieltes Körpertraining wirkt im Alter Leistungseinbußen von Körper und Geist entgegen. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass selbst bei ungeübten Sechzigern Bewegung Wunder wirkt. So wiesen Testpersonen nach mehrwöchigem Lauftraining die gleiche positive Herzleistung auf wie ihre Mitläufer.

Letztere betreiben Ausdauersport in größerem Umfang. Der Nachteil: Wer sich danach nur für vier Wochen auf die faule Haut legt, verliert seinen Gesundheitsbonus – wir fallen auf das Niveau eines Nichtsportlers zurück.

Sport hält die Zellen jung

Regelmäßige Bewegung verzögert das Altern. Das belegen Studien. Der Jungbrunnen des Menschen befindet sich den Enden der Chromosomen im Zellkern. Hier finden wir die sog. Telomere. Das sind fadenartige Strukturen, die sich im Laufe des Lebens bei jeder Zellteilung verkürzen.

Je kürzer sie sind, desto älter die Zelle. Fitness verlangsamt diesen Prozess. Das Geheimnis: Regelmäßige Bewegung baut den oxidativen Stress in den Zellen besser ab. Das spiegelt sich in der Länge der Telomere wieder: Sie verkürzen sich langsamer.

Sport macht Knochen und Gelenke stark

Der Sport verhindert, dass sich unsere Knochensubstanz abbaut. Ohne genügende Bewegung und Belastung werden sie brüchig und Osteoporose droht. Beispiel Astronauten: Deren Knochen erfahren auf Grund der fehlenden Schwerkraft keine statische Belastung. Wieder zurück auf der Erde absolvieren Astronauten ein umfassendes Training für Muskeln und Gelenke.

Aktive Muskeln üben Belastungen auf die Knochen aus. Sie regen die Knochen aufbauenden Zellen zur Produktion an. Bei sportlicher Betätigung kommt die Durchblutung auf Touren – der Stoffwechsel im Bindegewebe beschleunigt sich.

Sport verhindert Verletzungen

Das Verletzungsrisiko steigt, wenn sich ältere Menschen im Alltag zu wenig bewegen. Die Muskeln bauen ab und der Gleichgewichtssinn verlangsamt sich. Der Körper verliert Körper Kraft. Unsere Reaktion in Gefahrensituationen verschlechtert sich.

Bei körperlicher Aktivität steigen die Leistung des Herzens und die Herzfrequenz an. Der Blutdruck erhöht sich nicht. Regelmäßiges Training löst am Herzen zahlreiche positive Anpassungen aus: Der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels sinkt. Das Sauerstoffangebot  steigt durch bessere Durchblutung. Das Blut gerinnt weniger leicht und die Gefahr eines Infarktes sinkt.

Training mit Maß und Ziel!

Hüten Sie sich beim Training vor falschem Ehrgeiz und zu großer Anstrengung! Wenn Ihnen die Luft wegbleibt oder sich die Muskeln verkrampfen, machen Sie gewiss etwas falsch. Beachten Sie, dass Sie sich beim Laufen problemlos unterhalten können. Das Training auf dem Laufband erweist sich als Sportart mit dem höchsten Energieverbrauch. Radfahren, Schwimmen und einige Mannschaftsspiele wirken sich ebenfalls günstig auf Herz und Blutdruck aus.

Bleiben Sie am Ball!

Ein Trainingstief kennt jeder. Hier motivieren ein fester Termin und ein Trainingspartner oder eine Gruppe. Setzen Sie sich ein konkretes Ziel wie eine bestimmte Streckenlänge. Achten Sie auf ein realistisches Vorhaben. Bleiben Sie am Ball! Es kommt nicht auf Bestzeiten und Rekorde an. Verlangen Sie Ihrem Körper etwas ab und besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt.

Beim Sport kommt es kleinen Blessuren und Verstauchungen. Halten Sie eine Sportapotheke bereit. Muskelkrämpfe sind nicht ungewöhnlich: Gegen Wadenkrämpfe und Beschwerden in den Beinen hilft Magnesium. Trinken Sie zusätzlich ausreichend Mineralwasser.

Fünf Gebote für gesundes Training

  1. Wählen Sie einen Sport, der Ihnen liegt!
  2. Erlernen Sie die richtige Technik!
  3. Beginnen Sie jedes Training langsam mit Aufwärmübungen!
  4. Achten Sie auf passende Ausrüstung!
  5. Hüten Sie sich vor Überforderung und befolgen Sie ärztliche Anweisungen!

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