Radtour ohne Wadenkrämpfe

Ein Ehepaar macht eine Radtour im Grünen

Magnesium-Mangel setzt Herz und Muskeln zu. Bewegung hält fit, wenn der Körper mitspielt. Ein Nährstoffmangel macht schnell einen Strich durch die Rechnung. Die Sonne scheint? Nichts wie rauf auf den Drahtesel! Bei einer schönen Radtour erkunden Sie nicht nur Ihre Umgebung. Sie trainieren Herz und Kreislauf auf angenehme Weise, stärken Ihre Bein- und Rückenmuskeln, ohne die Gelenke zu sehr zu belasten.

80 Prozent des Körpergewichts fangen Sattel, Lenker und Pedale ab. Das entlastet u.a. die strapazierten Kniekehlen. Stellen Sie sich diese Situation vor: Seit einer Stunde treten Sie eifrig in die Pedale – plötzlich müssen Sie anhalten, Sie spüren einen starken Schmerz in der rechten Wade. Ein Krampf! Halten Sie sofort an!

Die mögliche Ursache

Wahrscheinlich leiden Sie an Magnesium-Mangel. Mit jedem Liter Schweiß verlieren Sie rund zehn Gramm Mineralstoffe – dazu gehört das lebenswichtige Magnesium. Experten bezeichnen es als „Muskelmineral“, weil es für die reibungslose Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln verantwortlich ist.

Was bewirkt Magnesium noch?

Es aktiviert über 300 Stoffwechsel-Enzyme (bestimmte Eiweiße, die den Stoffwechsel steuern) und hemmt obendrein die Blutgerinnung (wichtiger Thromboseschutz). Da der Körper Magnesium nicht selber herstellt, nimmt er es über die Nahrung (siehe Infokasten) auf.

Geschieht dies nicht, kommt es – neben den Krämpfen – zu weiteren Mangelsymptomen wie Unruhe, Zittern, Kreislaufbeschwerden (z.B. Schwindel). Die Krämpfe plagen uns vor allem beim Sport oder in der Nacht. Schlimm: Eine Unterversorgung löst auf Dauer Herzrhythmusstörungen aus.

Experten raten zu 300 bis 400 mg täglich

Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) empfiehlt gesunden Erwachsenen eine Tagesdosis von 300 bis 400 mg Magnesium. Sportler und ältere Menschen brauchen noch mehr. Nicht alle Menschen schaffen es, den Bedarf mit ihrer Ernährung zu decken.

Um einem Mangel vorzubeugen, versorgen Sie Ihren Körper zusätzlich mit Magnesium, z.B. in Form von Micro-Pellets (Mini-Kügelchen). Diese nehmen Sie unterwegs schnell und ohne Flüssigkeit ein. Sie lösen sich im Mund in Sekunden auf. Ein mögliches Präparat ist „Biolectra Magnesium Direct“ (Apotheke). Ein Beutel enthält 300 mg Magnesium.

Hier steckt viel Magnesium drin

  • 250 g Bohnen
  • 300 g Erbsen
  • 150 g Mandeln
  • 190 g Naturreis
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 300 g Mais
  • sechs Bananen

Warum ein Mangel dem Herzen schadet

Bei starkem Magnesiummangel sinkt gleichzeitig der Kalzium- und Kaliumgehalt. Erhält das Herz zu wenig Kalium, kommt es zu schweren Herzrhythmusstörungen. Im schlimmsten Fall droht der Herzstillstand.

  • Abführmittel verursachen u.a. Kaliummangel.
  • Kaliumlieferanten: Nüsse, Obst, Gemüse.
  • Kalziumlieferanten: z.B. Brokkoli, Milch, Quark.

Foto: © ARochau – fotolia.com

RWG Redaktion

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