Zinnkrautsaft

Frisch geschnittenes Zinnkraut und Tee

Das Zinnkraut ist besser bekannt unter dem Namen Ackerschachtelhalm. Es gehört entwicklungsgeschichtlich zur Abteilung der Farne und kommt in ganz Europa und Nordafrika vor. Er wächst zumeist auf Feldern und an äcker- und Waldrändern.

In der Antike setzte man Zinnkraut als blutstillendes Mittel ein, im Mittelalter gegen Husten und schließlich nur noch zum Putzen von Zinngeschirr. Seine reinigende Wirkung beruht auf der Kieselsäure, dem wichtigsten Inhaltsstoff der Pflanze. Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp entdeckte die Pflanze im vergangenen Jahrhundert wieder. Für die Herstellung des Presssafts werden die grünen Triebe des Zinnkrauts verwendet.

Vielfältige Anwendung

Wegen seiner Kieselsäure eignet sich Zinnkrautsaft hervorragend zur Kräftigung und Regeneration des Bindegewebes, zum Beispiel bei Zellulitis. Die Kieselsäure wird von unserem Körper aufgenommen und eingebaut. Auch bei brüchigen Haaren und Nägeln hilft Zinnkrautsaft. Andere Inhaltsstoffe, zum Beispiel das Kalium, machen den Zinnkrautsaft zu einem Heilmittel, das harntreibend wirkt, ohne den Mineralhaushalt der Niere zu schädigen.

Bei Entzündungen der Niere oder der Harnwege und bei stoffwechselbedingten Wassereinlagerungen ist Zinnkrautsaft deshalb sehr zu empfehlen. Rheumatiker sollten Zinnkraut innerlich und äußerlich (als Badezusatz) anwenden. Der Saft schwemmt Schadstoffe aus dem Körper. Außerdem nutzt man Zinnkrautsaft zum Gurgeln und Mundspülen. Je nach Geschmack trinkt man ihn pur oder verdünnt mit Wasser oder Fruchtsaft.

Foto: © goldbany – Fotolia.com

RWG Redaktion

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