Gegen Seekrankheit ist niemand gefeit

Ein Segelboot bei starkem Wellengang

„Eine Seefahrt, die ist lustig“ – nur so lange sich nicht die Seekrankheit einstellt. Erik Querngester kann ein Lied davon singen. Der Kapitän der Bisschop van Arkel ist mit Gästen auf der Ostsee und Nordsee unterwegs. Er kennt die Plage bei seinen Gästen. Für diesen Fall hält er gute Tipps bereit.

Die Seekrankheit kann jeden treffen. Das weiß auch Erik Querngester. Er ist seit über 24 Jahren Schiffskapitän und Inhaber des Segelschoners Bisschop van Arkel. Das Schiff segelt heutzutage liebevoll restauriert auf der Ostsee, Nordsee und dem Isselmeer.

„Selbst Seeleuten mit einigen zehntausend Seemeilen auf dem Buckel wird es unter ungünstigen Bedingungen schlecht.“ Nicht auf jeder Seefahrt rebelliert der Magen. Untersuchungen zeigen, dass 15 Prozent der Menschen unempfindlich sind, etwa 75 Prozent „normal“ und jeder Zehnte stark anfällig ist.

Tipps gegen Seekrankheit

„Die Höhe der Wellen ist als Auslöser der Seekrankheit gar nicht so wichtig“, erklärt der 56-jährige Niederländer. „Als entscheidend gilt die Art des Wellengangs. Schlafmangel, Rauchen und Angst begünstigen die Seekrankheit. Am besten Sie haben leichte Kost im Magen und trinken reichlich. Aber keinen schwarzen Tee, Kaffee oder kohlensäurehaltige Getränke.

Halten Sie sich nicht in der Kabine des Schiffs auf. Ich empfehle meinen Passagieren immer, raus aufs Deck in die frische Luft. Schauen Sie auf den Horizont oder suchen Sie sich eine leichte Beschäftigung. Wenn es geht mittschiffs, weil sich das Schiff hier am wenigsten bewegt.

Wichtig ist es, sich warm genug anzuziehen. Viele Gäste unterschätzen die Temperaturen. Wenn Sie anfangen zu frieren, ist es zu spät.“ Hilfreich kann sein, unangenehme Gerüche und Gespräche über Seekrankheit zu vermeiden.

Die richtigen Mittel

„Natürlich gibt es zusätzlich viele Mittel gegen Seekrankheit“, ergänzt der Seefahrer. „Manche schwören auf Ingwer, andere auf Akupressurbänder. Ich persönlich habe Reisekaugummi für meine Gäste auf dem Schiff, die machen nicht müde und wirken schnell. Das Kauen lenkt außerdem ab. Wenn es gar nicht mehr anders geht, sollten Sie sich hinlegen, die Augen schließen und versuchen, zu schlafen.“

Symptome verschwinden schnell

Die positive Nachricht: Bei etwa 90 Prozent der gesunden Menschen verschwinden die Symptome der Seekrankheit nach zwei bis drei Tagen. Dann lässt sich eine bewegte Seefahrt genießen. Apropos „Eine Seefahrt, die ist lustig“: „Der beste Freund der Seekrankheit ist immer noch der Alkohol“, versichert Erik Querngester. „Das weiß eigentlich jeder, der an Land schon einmal einen über den Durst getrunken hat.“

Foto: © AlexanderNikiforov – Fotolia.com

RWG Redaktion

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