Urologische Klinik Karlsruhe demnächst auch Prostata-Zentrum

Das Schloss in Karlsruhe

Sein Haus ist Aushängeschild modernster Medizin. Mit der Einrichtung eines Prostata-Zentrums ab Herbst 2005 setzt Professor Dr. Detlef Frohneberg, Direktor der Urologischen Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe, einen weiteren innovativen Schwerpunkt. Das neue Leistungsspektrum beinhaltet die fächerübergreifende Versorgung von Prostata-Patienten vor Ort. Damit ist die Karlsruher Urologie Vorreiter aktuellster Entwicklungen im Gesundheitswesen.

Die Klinik gehört zu den größten Urologischen Häusern in der Bundesrepublik. Die Ärzte nehmen hier alle modernen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren bei Erkrankungen des Harntraktes bei Kindern, Frauen und Männern sowie der Geschlechtsorgane bei Kindern und Männern und bei Zeugungsstörungen vor. Aus einer kleinen urologischen Fachabteilung nach dem Ersten Weltkrieg entstand im April 1949 eine eigenständige Klinik.

1965 zog sie in den neu errichteten Bau E des Städtischen Klinikums und verfügt heute über 80 Betten auf vier Stationen. Pro Jahr versorgt sie 4.000 stationäre Patienten sowie ca.11.000 ambulante. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg leistet die Klinik die vollständige Weiterbildung von Medizinern bis zum Facharzt für Urologie.

Tabuthema Inkontinenz

In den letzten Jahren gelang es Professor Frohneberg, sein Haus als Inkontinenz-Zentrum mit angeschlossener Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in der Region zu etablieren. „Unfreiwilliger Harnverlust ist bei uns leider ein Tabuthema. Die Menschen leiden und schweigen“, bedauert Frohneberg.

„Die Dunkelziffer ist hoch. Aktuelle Schätzungen gehen von 3,7 Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Obwohl neue Medikamente, Gymnastik und Verhaltenstherapie sowie operative Methoden deutliche oder vollständige Besserung ermöglichen.“ Die Urologie in Karlsruhe bietet diese umfassende Hilfe: Vom ersten Beratungsgespräch über die Diagnosestellung bis hin zu allen Behandlungsmöglichkeiten.

Volles Behandlungsspektrum

Mit der Einrichtung eines Prostata-Zentrums ab Herbst 2005 setzt die Urologische Klinik ihren Weg an die Spitze der neuesten Entwicklungen im Gesundheitswesen fort. „Als Zentrum für Erkrankungen der Prostata halten wir das gesamte Spektrum der Behandlungsmethoden vor. Das umfasst die Therapie von gutartigen sowie bösartigen Veränderungen der Vorsteherdrüse.

Der Vorteil für den Patienten liegt auf der Hand: Ihm stehen in unserem Haus alle vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aus ihnen wählen wir für den jeweiligen Patienten die optimale Therapie aus. Dies geschieht unter Berücksichtigung des individuellen Krankheitsbildes, des Alters, des Allgemeinzustandes sowie Wünschen und Bedenken des Patienten.

Das kann eine medikamentöse Behandlung, eine Laserbehandlung oder eine der verschiedenen Operationsmethoden sein. Auch eine der angezeigten Strahlentherapien kommt oft zum Einsatz“, so Professor Frohneberg. Möglich wird dieses umfassende Angebot durch die fächerübergreifende Zusammenarbeit von Urologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Onkologen in einem Hause.

Neue chirurgische Abteilung

Weiteres Novum in der Karlsruher Urologie: eine eigene Abteilung minimal-invasiver Chirurgie. „Hier operiert ein Spezialisten-Team mit neuester endoskopischer Technik. Das bedeutet für den Patienten z.B. bei einer Steinbehandlung ein Minimum an Belastung“, sagt der Karlsruher Urologe und derzeit amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU).

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RWG Redaktion

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