Schutz vor Insektenstichen

Eine Mücke kurz vor dem Stich

2,5 Millionen Menschen in Deutschland reagieren mit einer Allergie auf Insektenstiche, was im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden kann.

Insektenschutzmittel zum Auftragen oder Aufsprühen halten Insekten fern. Laut Stiftung Warentest bieten nur Mittel mit den chemischen Wirkstoffen Bayrepel oder Diethyltoluamid langfristigen Schutz.

Gegen Stiche schützen

Insekten mögen den Duft von Nelkenöl nicht. Tipp: Ein paarTropfen in eine Duftlampe geben und z. B. auf den Balkon stellen. Das funktioniert genauso mit Lavendelöl. Ob Limonade oder Honig, offen stehende Lebensmittel ziehen Wespen magisch an- Daher: immer Deckel drauf!

Verzichten Sie auf Parfüm, Haarspray und duftende Sonnencreme. Schutz vor Insektenstichen bietet die richtige Kleidung. Insekten fliegen auf schwarze und bunte Kleidung und mögen kein Weiß, Grün und Hellbraun.

Erste Hilfe bei Insektenstichen

  • Kühlen Sie den Insektenstich sofort für ein bis zwei Stunden mit einem Eiswürfel oder einer Kältepackung.
  • Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel oft zurück – diesen sofort mit einer Pinzette entfernen oder notfalls mit einem sauberen Fingernagel herauskratzen.
  • Mit einer Zwiebel abreiben oder mit Essig betupfen. Dadurch zieht sich das Gewebe um den Stich herum zusammen und weniger Gift gelangt in den Körper.
  • Bei Stichen im Rachen sofort den Notarzt rufen und bis zum Eintreffen immer Eis lutschen. Reagieren Sie nach einem Stich mit akuter Atemnot, Schwindel, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen, rufen Sie sofort den Notarzt.
  • Ist eine Allergie bekannt, lassen Sie sich ein Notfallset vom Arzt verschreiben. Halten Sie es im Sommer immer griffbereit und wenden Sie es sofort nach einem Stich an.

Schutz durch Hyposensibilisierung

Sich hyposensibilisieren zu lassen ist ein langfristiger Schutz, den die Krankenkasse zahlt. Denn bei keiner Allergie funktioniert das so gut wie gegen Insektenstiche. Die Erfolgsquote liegt bei 95 Prozent.

Dazu spritzt der Arzt, in der Regel ein Allergologe, über drei bis fünf Jahre in ansteigenden Dosen Insektengift in die Haut. So gewöhnt sich der Körper an das Gift und reagiert nicht mehr allergisch.

Foto: © auimeesri – fotolia.com

RWG Redaktion

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