Vital im Alter

Ein aktiver Senior trainiert im Fitnessstudio

Durch den richtigen Lebensstil und eine passende Ernährung können Sie den Alterungsprozess deutlich verlangsamen und um Jahre aufhalten.

Oxidativen Stress vermindern

Einen Meilenstein in der Altersforschung bilden die Erkenntnisse des amerikanischen Wissenschaftlers Denham Harman. Denn der studierte Chemiker wies nach, dass für das Altern der Prozess der Oxidation verantwortlich ist.

Oxidation ist nichts anderes als der Vorgang, den wir als Rosten kennen. Bei diesen Reaktionen erleiden Zellen und Gewebe Schäden. Substanzen, die Freie Radikale neutralisieren, können den Alterungsprozess bremsen. Zu diesen Antioxidantien gehören zum Beispiel die Vitamine A, C und E. Mit richtigem Essen und Trinken können wir die schädlichen Freien Radikale an ihrer zerstörerischen Arbeit hindern.

Entzündungen stoppen

In den letzten Jahren verdichteten sich die Hinweise, dass neben der oxidativen Belastung noch ein anderer Prozess entscheidend an degenerativen Erkrankungen beteiligt ist: chronisch niederschwellige Entzündungsprozesse. Wissenschaftler erkannten sie als einen wichtigen Faktor für die Arterienverkalkung. „Entzündungen spielen bei vielen anderen Erkrankungen eine ebenso wichtige Rolle“, schreibt Prof. Bernd Kleine-Gunk in seinem Buch „Auf der Suche nach der Unsterblichkeit“.

Genau wie die oxidative Belastung können Sie niederschwellige Entzündungsprozesse beeinflussen. Etwa durch intensive Zahnpflege oder durch bewusste Ernährung. Bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung sind etwa ungesättigte Fette. Diese sind beispielsweise in Nüssen, Olivenöl oder in Kaltwasserfischen enthalten. Gesättigte Fette fördern Entzündungen. Sie stecken in Butter, Käse, Sahne, Schmalz, Fleisch oder Wurst.

Die richtige Ernährung ist also eines der besten Anti-Aging-Medikamente. Hochwertige Mikronährstoffkombinationen aus der Apotheke können darüber hinaus die mentale Leistungsfähigkeit im Alter zusätzlich unterstützen.

Anti-Aging: die besten Tipps

Auch Einsamkeit und Langeweile machen unter Umständen krank. Überlegen Sie frühzeitig, wie und womit Sie sich im Alter beschäftigen werden. Suchen Sie sich beispielsweise einen sportlichen Ausgleich. Nach dem Prinzip: „Was nicht belastet wird, das verkümmert“, sollten Sie jeden Tag ein mindestens 10minütiges Training absolvieren.

Trainieren Sie, was Sie nicht gern tun: zum Beispiel Treppensteigen! Ein guter Ernährungszustand ist die beste Versicherung für ein gesundes Alter. Würzen Sie die Speisen geschmackvoll und essen Sie genügend Ballaststoffe. Trinken Sie jeden Tag mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit (am besten Mineralwasser oder ungesüßten Tee). Viele Forscher haben die lebensverlängernde Wirkung des Kaloriensparens bewiesen.

Tiere leben rund 30 Prozent länger, wenn man ihnen ein Drittel der benötigten Kalorien vorenthält. Das Rezept: „Dinner Cancelling“ für wenigstens zwei Tage in der Woche. Das Fasten, das am späten Nachmittag beginnt, aktiviert die Bildung der Reparaturhormone unseres Körpers. Das Abendessen weglassen, hat sich als gute Methode in Sachen Kalorien-Reduktion bewährt. Tatsächlich kommen dadurch nachts wichtige Reparaturmechanismen in Gang.

Richtige Ernährung: Essen Sie sich jung

Experten-Gespräch mit Diplom-Ökotrophologin Silke Willms: Eine ausgewogene Ernährung wirkt nachweislich gegen frühes Altern. So sorgen zum Beispiel Fisch, frisches Gemüse, Kräuter und Sojaprodukte dafür, dass die Menschen auf der japanischen Pazifikinsel Okinawa im Durchschnitt 90 Jahre alt werden.

Wer sich mit jahreszeitgerechten Lebensmitteln aus seiner Region ernährt, gewinnt unter Umständen auch hierzulande gesunde Lebensjahre dazu. Für uns gilt: Gemüse, Salate, Obst und viel volles Korn helfen dabei, Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Schäden oder Diabetes zu vermeiden – und halten Körper und Geist im Alter leistungsfähig.

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RWG Redaktion

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