Ginkgo biloba – der Tempelbaum

Der Ast eines Ginkgo-Baums

Ginkgo biloba ist der letzte Vertreter einer 290 Millionen Jahre alten Linie von Baumarten, die weder Nadel- noch Laubbäume sind. Bis auf den Tempelbaum sind alle ausgestorben. Der Name Tempelbaum enthält die Geschichte seiner Rettung.

Denn der Baum überlebte Jahrtausende in ostasiatischen Tempeln als heilig verehrte und gepflegte Art. In den Tempelgärten war für ausreichende Nähe zwischen männlichen und weiblichen Bäumen gesorgt, damit er sich fortpflanzen konnte. In der freien Natur starb der Tempelbaum aus, als die Menschen mehr Holz brauchten und die Bestände dezimierten.

Naturheilmittel Ginkgo biloba

Der Tempelbaum gilt heute als das älteste lebende Fossil der Pflanzenwelt. Die anmutige Form seiner Blätter aus zwei „Lappen“ verleiht ihm zugleich seinen Beinamen: „biloba“ bedeutet zweilappig. Im Laufe der Jahrtausende setzten Ärzte Ginkgo-Blätter als Heilmittel gegen die verschiedensten Leiden ein. Die moderne Naturmedizin nutzt vor allem die durchblutungsfördernde Wirkung der Blattextrakte. Und was steckt in diesem Fall nicht alles hinter dem Wort „durchblutungsfördernd“!

Die gefäßerweiternde Wirkung erfasst ebenso tiefer liegende Arterien und zwar ohne dabei den Blutdruck unangenehm „in den Keller“ gehen zu lassen. Insbesondere die Durchblutung des Gehirns wird durch Ginkgo messbar verbessert. Von daher steigen die geistige Leistungsfähigkeit und die Merkfähigkeit.

Der asiatische Glücklichmacher

Ginkgo-Extrakte verfügen über eine komplexe regenerative Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation bewogen, das Naturheilmittel unter dem Code N06D in die Gruppe der Anti-Demenz-Wirkstoffe aufzunehmen.

Hoffnung verbreitet ebenso eine weitere Beobachtung: Ginkgo-Blätterextrakte helfen bei Gefäßschäden durch arteriosklerotische Veränderungen oder als Folge einer Diabetes-Erkrankung. Weitere Anwendungsgebiete des Ginkgos sind Tinnitus und Hörsturz.

Viele der mit Ginkgo-Extrakten behandelten Beschwerden verfügen über eine soziale Komponente. Verbesserte Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen stehen in direktem Zusammenhang mit Kontaktfähigkeit und persönlicher Kompetenz. Und so erwarten viele Menschen vom Tempelbaum nicht nur ein verbessertes körperliches Wohlbefinden, sondern auch einen kleinen Beitrag zum persönlichen Lebensglück.

Angesichts der umfassenden und segensreichen Wirkung gegen typische Leiden unserer immer älter werdenden Wohlstandsgesellschaft ist es kein Wunder, dass Ginkgo-Produkte zu den am meist gefragten Naturarzneimitteln zählen.

Foto: © xiefei – fotolia.com

RWG Redaktion

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