Mehr Urlaub, mehr Erholung, mehr Gesundheit

Eine Frau genießt den Sonnenuntergang in einem Kornfeld

Journalisten fragten einen Bergsteiger, warum er so schwere, steile und schmale Pfade wählt. Er antwortete: »Weil ich mich dann immer auf den Augenblick konzentrieres und meine Gedanken nicht abschweifen.« Das ist ein Teil der Erholung, wie Freizeitforscher heute wissen.

Die Deutschen geben pro Jahr rund 58 Milliarden Euro für Reisen aus. Tendenz steigend. Was suchen die Menschen in den fernen Ländern? Neben Erholung auch das Andersartige, das Abenteuer und viele Sinnesreize. Den Amerikaner und Australier reizen die verwinkelten Straßen im alten Europa, die historischen Bauwerke, die leckeren, aber aufwändig gekochten traditionellen Speisen. Das will der Europäer vergessen, fliegt er in die Weite Australiens oder Arizonas.

Der Zeit ein Schnippchen schlagen

»Die Zeit ist wie im Fluge vergangen«. Ist das Ihr Gefühl am Urlaubsende? Oder scheint es Ihnen so, als wären drei Wochen Urlaub viel intensiver und länger als drei Wochen Büro? Beide Reaktionen gibt es, und das Interessante daran: Wir steuern diesen Eindruck je nach Wunsch. Das Gehirn nimmt Zeit unterschiedlich wahr. Wie im Fluge vergeht sie oft, doch wenn wir etwas herbeisehnen, schleicht sie im Schneckentempo. Machen wir uns das also im Urlaub zu Nutze.

Hirnforscher wissen: Am besten kosten wir die Zeit aus, indem wir jeden Moment die Gegenwart genießen. Nicht an die Vergangenheit, nicht an die Probleme zu Hause denken, sich nicht gedanklich mit der Zukunft beschäftigen. Damit wir in der Erinnerung von einem langen Urlaub schwärmen, braucht das Gehirn Ankerplätze: besondere Vorfälle, Ereignisse, Erlebnisse. Dann erscheint der Urlaub ereignisreich und damit lang.

Den Stress abtrainieren

Jeden Tag etwas Bewegung: Das hilft gegen die Urlaubspfunde und gegen den Stress. Wer in Job oder Familie das Jahr über gefordert wird und sich Sorgen macht, kann das bei Bewegung und Sport hinter sich lassen. Die Stresshormone verschwinden so am leichtesten. Wer sich schon zu Hause keine regelmäßigen Zeiten für Sportliches gönnt, holt im Urlaub ein wenig davon nach und hilft so seiner Gesundheit.

Steigender Beliebtheit erfreuen sich Reisen mit dem Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Und seit das Wandern auf neuhochdeutsch »Trekking« heißt, sehen wir auch wieder jüngere Erwachsene auf die Berge marschieren, um nicht nur über den Wolken, sondern auch über den Sorgen zu stehen.

Reisen für jedes Alter

Für jeden von uns Urlaubern kommt die Zeit, da Fahrradfahren, Wandern oder anstrengende Studienreisen zu mühselig werden. Wer noch Lust hat, die Welt zu bereisen: Wie wäre es auf einem Schiff? Beileibe kein unerschwinglicher Luxus mehr. Preiswerte Mittelmeerkreuzfahrtschiffe oder Flussschiffe bieten bequeme Panoramasalons, Liegestühle an Deck – und die Welt scheint gemächlich am Auge vorbeizuziehen.

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RWG Redaktion

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