Jetzt zum Impfen

Ein Arzt hält einen Impfpass

Im Herbst hören Sie es überall husten und schnäuzen. Und jedes Jahr die gleiche Frage: gegen Grippe impfen lassen oder nicht? Dabei ist die Antwort einfach: Jeder über 60 sollte es tun!

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Faustregel: alle ab 60 Jahre. Und unabhängig vom Alter jeder, der chronisch krank ist. Das gilt beispielsweise bei Problemen mit dem Immunsystem, dem Herzen oder der Niere. Wer beruflich oder ehrenamtlich viele Menschen trifft oder im Gesundheitswesen arbeitet, geht am besten ebenso zur Sicherheit impfen.

Wie lange ist man nach der Impfung gegen die Grippe-Viren geschützt?

Die Viren verändern sich von Jahr zu Jahr. Entsprechend wird der Impfstoff für die nächste Grippe-Saison auf Basis der Empfehlung internationaler Experten jährlich neu angepasst. Darüber hinaus kann der Impfschutz nach einigen Monaten wieder nachlassen. Deshalb müssen Sie sich jedes Jahr neu gegen Grippe impfen lassen.

Gibt es Menschen, die das Impfen nicht vertragen?

Bei Allergie gegen Hühnereiweiß müssen die Ärzte einen speziellen Impfstoff verwenden, da sonst ein allergischer Schock droht. Akute Infekte mit Fieber (Erkältung, Grippe) kurieren Sie am besten aus, bevor Sie sich impfen lassen. Ein leichter Schnupfen ist dagegen kein Grund, zu verzichten.

Der komplette Schutz der Impfung ist nach 14 Tagen aufgebaut. Tipp: Am besten noch vor der Grippe-Hochsaison im Februar impfen lassen. Eine Grippeimpfung schützt Sie zu circa 50 bis 90 Prozent vor der Erkrankung.

Der Schutz hängt davon ab, wie rasch sich die Grippe-Viren verändern. Hintergrund: Im Februar hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) auf Basis von Untersuchungen entschieden, gegen welche Viren der Impfstoff der jetzigen Grippe-Saison schützen soll. Die Angst vor Nebenwirkungen ist unbegründet: Nebenwirkungen sind gerade im Verhältnis zur Gefahr, die eine Infektion mit Grippeviren birgt, eher gering.

Wie beuge ich am besten einer Grippe vor?

Das Wichtigste: Kommen Sie nicht oder wenig mit Grippeviren in Kontakt. Vor allem sollten Sie diese selbst nicht verbreiten. Das erreichen Sie durch Hygiene:

  • Waschen Sie sich oft die Hände,
  • Reinigen Sie die Tastaturen von Telefon- und Computer regelmäßig,
  • Nicht in die Hände husten oder niesen, sondern wegdrehen und in die Armbeuge niesen,
  • Meiden Sie Gruppen von Menschen von Januar bis März (Höhepunkt der Grippe-Saison).

Wer kann am ehesten auf die Schutzimpfung verzichten?

Bei allen unter 60 Jahren ohne eine chronische Erkrankung ist das Risiko einer schweren Grippe mit entsprechenden Komplikationen geringer. Allerdings können diese Menschen ebenso heftig daran erkranken, wie mancher aus eigener Erfahrung weiß.

Foto: © Alexander Raths – Fotolia.com

RWG Redaktion

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