Die indische Heilkunst Ayurveda hält jung

Einige Wellnes-Utensielien im Spa-Bereich

Wir alle altern, keiner möchte es zeigen. Das Angebot an Verjüngungskuren ist unüberschaubar. Cremes, Säfte, Pillen: Da müsste für jeden etwas dabei sein. Besonders wirkt Ayurveda. Es baut nicht auf chemisch produzierte Wirkstoffe, sondern auf die jahrhundertealten Erkenntnisse der Heilkunst.

Jung mit Ayurveda

Hamburg (ots) – Die indische Heilkunst Ayurveda hält jung. Das hat jetzt eine Studie der Universität Heildelberg ergeben, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Die neuen Erkenntnisse basieren auf dem Anti- Aging-Programm „Vaya Sthapan“ („Bewahre dein Alter“), das unter anderem Mediziner des Ayurveda-Hotels in Traben-Trarbach entwickelt haben. Von Januar bis Juli 2004 nahmen 46 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren daran teil. Dabei registrierten die Experten messbar positive Effekte auf Herz und Kreislauf, körperlich und geistige Leistungsfähigkeit, Immunsystem, Stoffwechsel und Haut.

So erhöhte sich die Beweglichkeit bei den Teilnehmern im Schnitt um 50 Prozent, Stresshormone sanken um 31 Prozent, die Blutfettwerte sanken um 25 Prozent und der Blutdruck um 10 Prozent. Zugleich stieg die Konzentrationskraft um 23 Prozent, die Abwehrkraft steigerte sich um 18 Prozent und die körperliche Leistung um 10 Prozent.

Woraus besteht die „Vaya Sthapan“-Kur?

Die „Vaya Sthapan“-Kur basiert auf Entgiftung und Reinigung des Körpers, mentalen Übungen, einem speziellem Ernährungsprogramm und Bewegung. Ayurveda sieht den Menschen ganzheitlich und ordnet ihn einem speziellen Konstitutionstypus zu.

So neigt der Vata-Typ zu psychosomatischen Störungen und Erschöpfung, den Pitta-Typ plagen oft Schmerzen und Entzündungen, während der Kapha-Typ unter depressiven Verstimmungen und Ödemen leidet. Die Ayurveda-Kur hält für jeden Typus ein spezielles Programm bereit, das sich zu Hause anwenden lässt.

Beeindruckend an dem Studienergebnis sei vor allem, in welch kurzer Zeit erhebliche Verbesserungen am Körper eingetreten seien, sagte der Ayurveda-Arzt Dr. Matthias Zehringer. Die Kur dauert nur 12 Tage. Spektakulärstes Ergebnis sei die Senkung des schädlichen Blutfettes „Lipoprotein (A)“ gewesen, das bislang als nicht beeinflussbar galt.

Nach Ansicht Zehringers sollte die Schulmedizin umdenken und die Patienten ganzheitlicher sehen. „Man muss die Ursachen erfassen und angehen. In der Vorbeugung scheinen ungeahnte Möglichkeiten zu liegen. Da ist Ayurveda ideal.“

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RWG Redaktion

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