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02.05.08 08:57

Rheuma - Aktiv trotz Gelenkbeschwerden

Typische Morgensteifigkeit
Optovit
Schmerzen im Bewegungsapparat beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Doch gegen rheumatische Erkrankungen gibt es viele Mittel: Entscheidend ist vor allem eine frühe und ganzheitliche Therapie. Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit. Ohne sie ist kein äußeres Gut genießbar.“ Diese Sätze schrieb der Philosoph Arthur Schopenhauer im 19. Jahrhundert. Seine Worte können wohl alle Menschen mit rheumatischen Beschwerden unterstreichen: Sie wissen, welch kostbares Gut die Gesundheit ist – denn sie kennen den Leidensdruck durch chronische Schmerzen. Und sie haben erlebt, wie mit der Beweglichkeit auch die Lebensqualität schwindet.


Typische Morgensteifigkeit


Die ersten Anzeichen wirken meistens völlig harmlos. Eine Druckempfindlichkeit beim Händeschütteln, eine Sehnenscheidenentzündung, blaue Finger bei Kälte, ein Kribbeln in den Füßen. Erst später werden die Symptome deutlicher. Ganz typisch ist die Morgensteifigkeit in Finger- oder Fußgelenken: Die Betroffenen brauchen nach dem Aufstehen fast eine halbe Stunde, bis sie endlich normale Bewegungen ausführen können. In der Anfangsphase einer rheumatoiden Arthritis sind meistens nur wenige Gelenke betroffen. In der Regel treten die Beschwerden symmetrisch in beiden Körperhälften auf. Später breitet sich die Krankheit aus – neben den Händen sind Schultern, Knie, Ellenbogen und Sprunggelenke besonders häufig betroffen. Schließlich kann die Arthritis auch innere Organe befallen. Besonders gefährdet ist das Herz: Rheumatiker haben ein erhöhtes Infarktrisiko.


Angriff auf den Knorpel


Ursache der rheumatoiden Arthritis ist ein Irrtum des Immunsystems. Abwehrzellen greifen fälschlicherweise die Gelenkinnenhaut und den Knorpel an. In der Folge kommt es zu chronischen Entzündungen, die das Gewebe schließlich so weit zerstören können, dass die betroffenen Gelenke steif werden. Diese Entwicklung lässt sich jedoch verhindern: durch eine frühe, wirksame und ganzheitliche Behandlung. Wer Symptome einer Arthritis bemerkt, sollte daher so bald wie möglich zum Arzt gehen. Er kann moderne Medikamente verschreiben, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen. Neben Kortison stehen Basistherapeutika zur Verfügung, die das Immunsystem hemmen und so die Entzündung unterdrücken. Falls diese Behandlung nicht ausreicht, ist der Einsatz neuartiger Wirkstoffe möglich. So genannte Biologika blockieren spezielle Botenstoffe des Immunsystems – sie wirken in der Regel gezielter und schneller als die Basis-Medikamente.


Der Kampf gegen die Schmerzen


Mobil bleiben ist wichtig: Nur Bewegung erhält die Beweglichkeit. Wenn die Gelenke wehtun, sind körperliche Aktivitäten aber nur eingeschränkt möglich. Deshalb ist eine konsequente Schmerztherapie für alle Rheumapatienten wichtig. Die langfristige Einnahme chemischer Schmerzmittel kann jedoch den Magen stark belasten. Hier hilft die Natur: Eine kontinuierliche Anwendung pflanzlicher Präparate wirkt bei vielen Patienten so gut, dass sie die Dosis der Schmerzmittel verringern oder sogar ganz darauf verzichten können. Bewährte Heilkräuter in der Rheumatherapie sind unter anderem Teufelskralle, Weidenrinde und Brennnessel. Zu den hilfreichen Naturstoffen zählt außerdem das Vitamin E.


Verschleiß im Gelenk


Die rheumatoide Arthritis betrifft oft jüngere Menschen: Viele Patienten sind unter 40. Im Gegensatz dazu tritt die wesentlich häufigere Arthrose vorwiegend bei älteren auf. Ihre Ursache ist ein Verschleiß des Knorpels – jenseits des 65. Lebensjahres weisen fast alle Menschen Abnutzungserscheinungen im Gelenk auf. Typische Beschwerden bei Arthrose sind Kälteempfindlichkeit und Anlaufschmerzen nach längeren Bewegungspausen. Knirschende Geräusche im Gelenk sind ebenfalls möglich. Schubweise kann es auch beim Knorpelverschleiß zu Entzündungen kommen. In diesen Phasen tut jede Bewegung höllisch weh. Schmerzlindernde Medikamente sind bei Arthrose ebenfalls unverzichtbar, um die Aktivität zu erhalten und ein regelmäßiges Bewegungsprogramm zu ermöglichen. Nur durch ein gezieltes Training kann das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden. Ergänzend zu chemischen und pflanzlichen Schmerzmitteln können spezielle Knorpel-Aufbaupräparate aus der Apotheke nützlich sein. Sie unterstützen die Regeneration im Gelenk und tragen dazu bei, weitere Verschleißerscheinungen zu verhindern.


Vitamin E bringt die Gelenke in Schwung


Erfahrungen aus der Praxis und klinische Studien haben gezeigt, dass hoch dosiertes Vitamin E sowohl bei Arthrose als auch bei Arthritis hilfreich ist. Die ergänzende Anwendung des Naturmittels macht es möglich, die Dosis chemischer Schmerzmittel zu verringern. Gleichzeitig nehmen Morgensteifigkeit und Ruheschmerz ab. Im entzündeten Gelenk entstehen sehr viele freie Radikale, die der Knorpelzerstörung Vorschub leisten. Vitamin E kann diese aggressiven Moleküle unschädlich machen. Es wird dabei allerdings verbraucht – anhaltende Entzündungsreaktionen führen daher zu einem Vitamin-E-Mangel im Gelenk. Dieses Defizit lässt sich mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke ausgleichen. Sie sollten möglichst Vitamin E aus natürlichen Quellen enthalten: Das kann vom Körper wesentlich besser verwertet werden als synthetische Varianten.


Bewegung gehört zur Therapie


Regelmäßige körperliche Aktivitäten sind eine entscheidende Säule im Kampf gegen Rheuma-Schmerzen und die zunehmende Versteifung der Gelenke. Dabei kommt es natürlich nicht auf sportliche Leistungen an: Sanfte Ausdauerbewegungen steigern die Produktion der Gelenkschmiere und kräftigen die Muskulatur auf schonende Weise. Auch ältere und wenig geübte Menschen können ein Bewegungsprogramm finden, das ihnen gut tut und gleichzeitig Spaß macht. Als ideal gilt zum Beispiel das Tanzen. Im Rhythmus der Musik nehmen viele Patienten Schmerzen weniger stark wahr, und ganz nebenbei stärken sie ihre Muskeln. Weitere geeignete Sportarten sind Radfahren, Wassergymnastik, Rückenschwimmen, Wandern, Walking, Yoga oder Tai Chi. Bevor sie loslegen, sollten Rheumatiker ihre körperlichen Aktivitäten mit dem Arzt besprechen und auf physiotherapeutische Behandlungen wie Krankengymnastik oder Massage abstimmen.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

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