So wirkt reife Haut viel jünger

Eine Frau pflegt vor dem Spiegel ihre Haut

Die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Doch warum nicht die eigenen kleinen Fältchen als Zeichen von Reife und Weisheit sehen? Gut Aussehen geht auch im reifen Alter! Auf die richtige Pflege kommt es an.

Wie funktioniert Hautalterung?

Was unterscheidet die ältere Haut von der jungen? Hier bildet die Basalschicht der Oberhaut nicht mehr so viele Zellen. Darüber hinaus verflacht sich das Wellenrelief dieser Basalschicht, und die Versorgung der Zellen durch die verringerte Oberfläche wird eingeschränkt. Vor allem hat das Bindegewebe der Lederhaut viel von seiner Wasserbindungsfähigkeit verloren.

So verliert die Haut an Spannung: Es bilden sich Fältchen, dann Falten. Auch die Unterhaut verliert an Wasser, und die Barrierefunktion nimmt ab. Umfragen haben ergeben, dass sich Frauen über 50 Jahre viel Feuchtigkeit für ihre Haut wünschen.

Mangel an Feuchtigkeit

Kein Wunder: Mit den Jahren verlieren nicht nur die Basalzellen ihre Teilungsaktivität. Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen lassen in ihrer Aktivität nach. Die Haut trocknet regelrecht aus. Hier empfehlen sich spezielle Anti-Aging-Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure, Harnstoff, Glycerin, Aloe Vera, Allantoin oder Vitamin A und E.

Sie binden das Wasser in der obersten Hautschicht und lassen sie praller erscheinen. Und das Gute: Solche medizinischen Pflegeprodukte (Apotheke) aktivieren die Zellteilung. Sie sorgen dafür, die Geschmeidigkeit und Hautdicke zu fördern. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.

Um richtig gut versorgt zu sein, braucht die Haut noch zusätzliche Unterstützung. Wer sich viel im Freien tummelt, sich an Sauna, Dampfbad und Wechselduschen freut, sorgt für verstärkte Sauerstoffzufuhr und gute Blutzirkulation. Eine gut durchblutete Haut hat einen schwungvolleren Stoffwechsel und wird besser von innen versorgt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, die Haut ist durstig.

Fältchen: Kummer in den Wechseljahren

Der sinkende Östrogenspiegel schwächt die elastischen Fasern der Haut. Die Gesichtszüge verlieren an Spannung und mit ihnen die gesamte Gesichtskontur. Hier empfehlen sich Wirkstoffe mit hormonähnlicher Wirkung (aus Soja, Ginseng, Rotklee) und aktive Pflanzenstoffe (zum Beispiel aus Papaya, Bambus, grünem Tee).

Sie sollen den Abbau von Kollagen und Elastin verhindern und die Kittsubstanz zwischen den Zellen stärken. Die Wirkstoffe speichern Feuchtigkeit und erhöhen somit die Hautdichte. Eines steht jedenfalls fest: Bei konsequenter Anwendung guter medizinischer Pflegeprodukte kann der Alterungsprozess der Haut verlangsamt werden.

Schöne Aussichten: Gesichtsgymnastik

Wenig Aufwand – große Wirkung: Gesichtsgymnastik geht unter die Haut und entspannt die Gesichtszüge. Das beugt Fältchen vor. Probieren Sie’s gleich aus!

  1. Gegen Stirnfalten: Finger flach auf die Stirn legen und die Brauen hochziehen. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.
  2. Aktiviert Mundpartie: Zeigefinger schräg oberhalb der Mundwinkel fest auf die Wangen drücken. Die Muskeln rund um den Mund kräftig gegen die Zähne pressen. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.
  3. Strafft die Wangen: Zeigefinger an den äußeren Augenwinkel und die Daumen auf den Wangen platzieren. Gegen den Widerstand breit lachen. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.
  4. Gegen Lippenfältchen: Finger an die Mundwinkel legen. Die Lippen fest aufeinander pressen. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.
  5. Gegen Augenfältchen: Mittelfinger auf die Augenwinkel pressen und gleichzeitig das Augenlid hochziehen. Das stärkt den Ringmuskel rund um die Augen. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.
  6. Glättet den Hals: Unterlippe fest anspannen und nach unten ziehen. Dabei spannen sich die Halsmuskeln sichtbar. 10 Sekunden Spannung halten und loslassen.

Tipp: Machen Sie die gymnastischen Übungen vier Mal am Tag und noch einmal kurz vor dem Schlafengehen. Nach wenigen Tagen werden Sie erleben: Ihre Haut erholt sich spürbar.

Foto: © Robert Kneschke – fotolia.com

RWG Redaktion

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