Urlaub, der Sie gesünder macht

Kraft tanken im Urlaub mit einer Wellness-Reise.

Rheuma, Asthma, Gelenkprobleme. Ärzte wissen: Wer seinen Urlaub geschickt plant, kommt gesünder, frischer und erholter zurück. Wählen Sie den passenden Ort und tun Sie in den Ferien das Richtige. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Im Trend: Der Wellnessurlaub

Den Urlaub nutzen, um nicht nur erholt, sondern ebenso gesünder nach Hause zu kommen, das wollen immer mehr Deutsche. Eine Studie des Instituts für Freizeitwirtschaft ergab: Die Zahl der „Gesundheits-Touristen“ hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. 36 Prozent der Deutschen wollen heute im Urlaub etwas für sich tun. Bei den 50- bis 59-Jährigen will mehr als jeder Zweite den Urlaub für die eigene Gesundheit nutzen. In erster Linie, um vorhandene Probleme wie

  • Gelenkschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • chronische Erschöpfung
  • und Übergewicht endlich in den Griff zu bekommen.

Und tatsächlich: „Solche und viele andere Beschwerden lassen sich in einem zwei- bis dreiwöchigen Urlaub schon deutlich lindern“, sagt der Bäderarzt Dr. Erwin Holzapfel aus Bad Füssing. Jedes Jahr betreut er hunderte Menschen, die eine sogenannte „ambulante Vorsorgeleistung“ beanspruchen.

So heißt heute, wofür früher drei Buchstaben reichten – Kur. Das Gute an der ambulanten Vorsorgeleistung: Es ist ein Urlaub, an dem sich die Krankenkassen erheblich beteiligen! Sie zahlen die ärztliche Betreuung am Kurort und bis auf den Selbstbehalt ebenso die Anwendungen.

Kassen zahlen die Kur

Alle Kassen geben einen Zuschuss zu Verpflegung und Unterkunft von bis zu 13 Euro pro Tag (bitte jeweils erfragen). Aber: Die Vorsorgeleistung muss medizinisch begründet und ärztlich verordnet sein und in einem anerkannten Kurort stattfinden. Deshalb die Vorsorgeleistung zuhause in Kooperation mit dem Hausarzt verordnen und von der Krankenkasse genehmigen lassen.

Dann haben Sie die Gewissheit, dass Sie nicht auf unvorhergesehenen Kosten sitzen bleiben, etwa weil die Kasse einen Fehler beim Ausfüllen der Formulare bemängelt. Lehnt die Kasse ab, Widerspruch einlegen! Zwei Drittel der ursprünglich abgelehnten „Badekuren“ genehmigen sie doch noch!

Nutzen Sie die Angebote!

Die Alternative: Den Urlaub gesünder zu gestalten, ist einfach. So trainiert etwa täglich 30 Minuten barfuß am Strand gehen sehr gut die Muskeln im Fuß. Der Vorsatz, mehr Obst und Gemüse zu essen, können Sie dank der oftmals üppigen Büfetts in Hotels leicht umsetzen. Wer als Ansporn für einen gesunden Neustart einen professionellen Trainer oder eine Sport-Gruppe braucht, findet auch das in den meisten Urlaubsorten.

Buchen Sie bei der lokalen VHS oder einem Fitness-Studio im Urlaubsort vorab einen Gesundheitskurs. Es lohnt sich, beim Tourismusverband oder im Hotel nach Kursen zu fragen. Praktisch: Die Kosten für den Kurs, etwa für Yoga oder Rückenschule, bezuschusst die Krankenkasse. Dafür ist wichtig, dass der Kursanbieter zertifiziert ist (schriftlich bestätigen lassen!) und dass man den Kurs zum größten Teil mitmacht.

Eine andere Möglichkeit: Pauschalreisen, die diese Gesundheitskurse umfassen. Verschiedene Reiseveranstalter haben sich darauf spezialisiert. Ob innerhalb Deutschlands, auf den Balearen oder in Österreich, überall können Sie etwas für Körper und Seele tun: sich in einem Kurs das Rauchen abgewöhnen, gesund kochen lernen.

Foto: © Kzenon – Fotolia.com

RWG Redaktion

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