Bandscheibenvorfall: was hilft

Nierensteine können sehr schmerzhaft werden.

Oftmals passiert es zwischen zwei Lendenwirbeln: Wenn eine Bandscheibe ihren Platz verlässt, spürt ihr Besitzer das an plötzlich auftretenden, starken Schmerzen. Diese können zusätzlich in weitere Regionen ausstrahlen, zum Beispiel in ein Bein. Was bei einem Bandscheibenvorfall hilft, erfahren Sie hier.

Akuter Bandscheibenvorfall – das hilft:

Bei Bandscheibenvorfall bleiben Sie am besten schonend in Bewegung. Vermeiden Sie Überlastungen. Wichtig: Schmerzmittel, rechtzeitig und regelmäßig eingenommen, lindern die Schmerzen. Sie erleichtern es, beweglich zu bleiben. Paracetamol hat sich bewährt; stärkere Schmerzen sprechen besser auf nichtsteroidale Antirheumatika an. Ibuprofen oder Diclofenac sind bekannte Vertreter dieser Gruppe.

Bei extrem starken Schmerzen kommen ebenso opiumähnliche Wirkstoffe zum Einsatz. Welche Dosierung notwendig ist und wie lange Sie das Schmerzmittel einnehmen sollten, entscheidet am besten der Arzt.

Hat sich zusätzlich die Rückenmuskulatur schmerzhaft verkrampft, können muskelentspannende Medikamente kurzfristig für Lockerung sorgen. Der Arzt muss sie verordnen. Vorsicht: Diese Arzneimittel machen müde.

Wärmepflaster oder Wärmflaschen können ebenso die Schmerzen mindern. Wärme verbessert die Durchblutung und entspannt verkrampfte Muskulatur. Kommen Entzündungen hinzu, können Kälteanwendungen zum Einsatz kommen. In manchen Fällen bringt eine Bandscheiben-Operation die erwünschte Erleichterung.

Das hilft bei Bandscheibenvorfall nur vielleicht:

Für den Nutzen der sogenannten Stufenlagerung gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Bei der Stufenlagerung lagern Sie die Beine von den Knien abwärts durch eine zusätzliche Matratze oder durch Decken höher, um die Wirbelsäule zu entlasten. Eindeutige Bewertungen fehlen ebenso für die Bewegungstherapie im Wasserbad, Entspannungsübungen und Lockerungsübungen.

Nur wenige Erkenntnisse gibt es zur manuellen Therapie. Mithilfe dieser Methode erkennen und behandeln speziell ausgebildete Therapeuten Störungen von Muskeln, Gelenken und Bindeweben. Zum Beispiel bei Bewegungsstörungen durch Verspannungen, aber auch bei Gleichgewichtsstörungen oder Tinnitus.

In bestimmten Fällen kann eine sogenannte spinale Manipulation helfen, eine manuelle Wirbelsäulenbehandlung: bei akuten Rückenschmerzen innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen und wenn die Beschwerden nicht in die Beine ausstrahlen.

Diese Methoden sind nicht belegt:

  • Bettruhe von mehr als vier Tagen ist nicht empfehlenswert.
  • Nicht belegt ist die Wirksamkeit von Akupunktur oder das Tragen eines Stützkorsetts.
  • Biofeedback: Dabei werden körperliche Signale, zum Beispiel die Muskelspannung, für den Patienten bildlich wahrnehmbar oder als Ton hörbar gemacht. Hier fehlen ebenso Belege für die Wirksamkeit bei Rückenschmerzen.

Nach der akuten Phase helfen:

  • Rückenschulen trainieren die Bauch- und Rückenmuskulatur und lehren, wie man sich im Alltag rückenfreundlich verhält.
  • Kontrollierte Bewegungstherapien: Sie stärken den Patienten den Rücken.
  • Verhaltenstherapie und Aufklärung: Wer gut Bescheid weiß, neigt weniger dazu, ängstlich jede Bewegung oder Belastung zu vermeiden.
  • Kombination aus Massage und Bewegungstherapie (aber hier fehlt es an wissenschaftlichen Belegen)

 Foto: © SENTELLO – Fotolia.com

RWG Redaktion

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