Fit im Alter: Alt werden, jung bleiben – ein Traum?

Radfahren hält im Alter fit

Nie war die Lebenserwartung so hoch wie heute, und die Aussichten sind weiter steigend. Jung und vital bleiben dagegen ist nicht so leicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die gewonnenen Jahre in Gesundheit und geistiger wie körperlicher Fitness leben können.

Man trifft heute oft 80-jährige Menschen, die aktiv durchs Leben gehen. Bei den meisten von ihnen hat der Lebensstil eine entscheidende Rolle fürs gesunde Altwerden gespielt. Als Rezept für ein langes Leben empfehlen Experten der Anti-Aging-Medizin gesunde Ernährung, Bewegung und den Verzicht auf Tabak.

Das geht jeden von uns an

Jeder Mensch muss sich ab seinem 40. Lebensjahr bewusst werden, dass er viel länger leben wird als seine Eltern oder Großeltern. Aber er muss etwas tun, um diese Jahre gesund erleben zu können. Verhindern Sie Fehlsteuerungen und Abnützungen im Organismus oder mildern Sie diese ab.

Jede einzelne Körperzelle sollte gerade im fortschreitenden Alter verstärkt mit allen lebenswichtigen Grundsubstanzen versorgt werden. Ebenso wichtig ist, dass Sie Ihre Zellstrukturen von Schlackenstoffen und Umweltgiften regelmäßig und optimal entsorgen.

Wenn diese Vorgänge funktionieren, steigen unsere Chancen für ein lebenswertes Leben im Alter. Abgesehen von Krankheiten und Unfällen scheint die Lebenszeit vom Alter unserer Körperzellen und von der Zellteilung bestimmt.

Was begrenzt die Lebenszeit?

In Laborversuchen stellten Wissenschaftler fest: Körperzellen erneuern sich ungefähr 50 Mal und sterben dann ab. Das entspricht unserer durchschnittlichen Lebenserwartung. Warum das so ist, und warum menschliche Körperzellen nicht länger leben, versucht man gegenwärtig herauszufinden. Da jedes Lebewesen über eine typische Lebensdauer verfügt, scheint sie erblich vorbestimmt zu sein.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sogenannten Telomeren eine wichtige Rolle zukommt. Sie befinden sich in jeder Zelle an den Enden der Chromosomen. Bei jeder Zellteilung werden die Telomere ein kleines Stück kürzer. Sobald sie aufgebraucht sind, stirbt die Zelle ab.

Andere Forschungsergebnisse zeigen: In allen Körperzellen häufen sich im Lauf eines Lebens Fehler an, die nicht repariert werden können. Nach Überschreiten einer bestimmten Menge führen sie zum Absterben der Zelle und zum Tod des Organismus.

Altern zählt nicht als Krankheit

Man muss grundsätzlich zwischen den altersbedingten Veränderungen unterscheiden und den Alterskrankheiten, die unter Umständen chronisch werden. Was sich natürlich mit den Jahren verändert, ist zum Beispiel die Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates.

Sie ist biologisch bestimmt und durch kein Medikament beeinflussbar, wohl aber durch Training und durch Vermeidung von Überlastungen. Ähnlich steht es um die Veränderungen der Wirbelsäule, die den älteren Menschen beugen. Achten Sie ebenso auf eine dem Alter angepasste Ernährung, die kein Übergewicht aufkommen lässt.

So bleibt ein ganzer Katalog von Leiden, die das Alter beschwerlich machen können: etwa Arthritis, Bluthochdruck, Herzschwäche. Hier gibt es zum Glück Ansätze zur Behandlung und Besserung. Viele Informationen finden Sie regelmäßig in unserem Magazin.

Naturkräfte für ein vitales Leben

Schon in den „besten Jahren“ denken Sie am besten an ein Aufbauprogramm für ein langes, gesundes Leben. Ein gutes Rezept dafür ist Bewegung! Sie wissen ja: Jeder Mensch ist so alt wie er sich fühlt. Und wer sich für seine Muskulatur im reiferen Alter durch Bewegung fit und elastisch hält, fühlt sich gesünder. Nutzen Sie die vielen Angebote der Krankenkassen und Volkshochschulen für spezielle Trainingskurse für das „reifere Alter“.

Ab einem gewissen Alter ist eine zusätzliche Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen wichtig. Der Organismus muss dann seine Reserven nicht unnötig angreifen und bewahrt sie für ungewohnte Stress- und Belastungssituationen auf.

So genannte Immunmodulatoren wie Ginseng und Eleutherococcus, gefäßschützender Knoblauch, Energiespender und durchblutungsfördernde Mittel helfen oft, Anspannungen und Ermüdungserscheinungen leichter zu überwinden. Fragen Sie Ihren Apotheker um Rat, welche Substanzen für Sie am geeignetsten sind. Er wird Ihnen gern bei der Auswahl der Vitalmittel behilflich sein.

Gesundheit im Alter: Die Ernährung muss stimmen

  • Die Kost ist idealerweise kalorienarm aber eiweißreich.
  • Zum schnelleren Abtransport von Körperschlacken und Giften trinken Sie am besten täglich zwei bis drei Liter Mineralwasser, essen viel rohes Obst und Gemüse, Fleisch und tierisches Eiweiß dagegen bitte nur in Maßen.
  • Rauchen Sie nicht – oder schränken Sie drastisch das Rauchen ein!

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RWG Redaktion

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