Das Gehirn trainieren

Kreuzworträtsel trainieren das Gehirn

Der schnelle Zugriff auf die persönliche Datenbank ist gerade im Arbeitsleben von wesentlicher Bedeutung. Doch das Gedächtnis lässt uns gerade in entscheidenden Momenten im Stich: Seine Kapazitäten sind zwar groß, aber nicht unbegrenzt. Gehirnjogging und geistige Gymnastik sind also angesagt, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns aufrecht zu erhalten.

Wie funktioniert das Gedächtnis?

Es existieren verschiedene Gedächtnissysteme, wobei sich die Einteilung in Kurz- und Langzeitgedächtnis etabliert hat. Bleibt die Frage, wo die Gedächtnissysteme im Gehirn lokalisiert sind. Eine Theorie aus Kanada besagt, dass sich benennbare Erinnerungen in der linken Hälfte des Großhirns befinden; diese Erinnerungen werden in der rechten Hälfte abgerufen.

Diese Erkenntnisse beruhen auf der modernen Technik wie der Positronen-Emissions-Tomographie: Forscher injizierten Versuchspersonen ein radioaktives Kontrastmittel, das sich in den Stellen im Gehirn ansammelt, die gerade aktiv sind. Ein spezielles Gerät empfängt die radioaktiven Signale und wandelt diese in Bilder um. Dadurch ist es möglich, dem Gehirn bei der Arbeit zuzusehen.

Mit der Zeit verblasst das Gedächtnis

Lernprozesse werden im Alter störanfälliger. Pausen während einer Übungsphase verbessern zwar bei jüngeren Personen die Lernleistung, nicht jedoch bei älteren Menschen. Nachteilig auf Lern- und Gedächtnisleistungen wirken sich Faktoren wie Zeitdruck sowie Unsicherheit im Zusammenhang mit der Testsituation aus. Ältere Menschen sind oftmals nicht mehr in der Lage, verschiedene Informationen gleichzeitig zu speichern oder verschiedene Aufgaben parallel auszuführen.

Entsprechende Gegenmaßnahmen wie kontinuierliches Training, bei dem Personen das Arbeitstempo individuell bestimmen, können die Aufmerksamkeitsleistungen deutlich verbessern. Mit zunehmenden Alter steigt die Zahl krankhafter Gehirnstörungen an; in Deutschland leidet jeder Dritte über 80 Jahren an irgendeiner Form der Demenz.

Stress wirkt kontraproduktiv

Nicht nur das Alter, sondern auch der generelle Gesundheitszustand beeinflusst die kognitiven Fähigkeiten in Lernsituationen. Das regelmäßige Vergessen des Hochzeitstages ist oft kein böser Wille, sondern vielmehr auf Stress zurückzuführen. In Stress-Situationen steigt die Konzentration des Hormons Cortisol, das bei hohem Vorkommen vermutlich die Nervenzellen im Gehirn schädigt.

Zu viel Cortisol bedeutet Dauerstress, was das Gedächtnis wiederum negativ beeinflusst. Ob Aufmerksamkeit, Konzentrationsleistung, Flexibilität bei verschiedenen Lernstrategien oder die schnelle Verarbeitung von Informationen: Alles hängt von einer guten Durchblutung des Gehirns und von intakten Sinnesorganen ab. Bei mangelnder Durchblutung ist die ausreichende Versorgung der einzelnen Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht möglich.

Ginkgo biloba hilft gegen das Vergessen

In den Blättern des Ginkgos sind potente Flavonoide enthalten. Diese pflanzlichen Vitaminbegleitstoffe verstärken die Wirkung vor allem von Vitamin C und E. Die Wirkstoffe fördern die Durchblutung des Gehirns und peripherer Bereiche. Sie verbessern darüber hinaus die Fließeigenschaften des Blutes. Ginkgo verbesserte in verschiedenen Tests die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen.

Bei der Therapie der Demenz war Ginkgo ebenso klinisch wirksam: Ginkgo steigerte die kognitiven Fähigkeiten und die Alltagskompetenz. Ginkgo wird bei Durchblutungsstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche sowie bei Schwindel und Ohrgeräuschen eingesetzt.

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RWG Redaktion

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