Sportverletzungen – so schützen Sie sich

Das eingegipste Bein eines verletzten Sportlers

Mit dem schönen Wetter steigt wieder die Lust auf sportliche Aktivitäten im Freien. Und damit ebenso das Verletzungsrisiko. Dann ist es gut zu wissen, wie Sie kleine Sportverletzungen versorgen oder behandeln.

Das „DRK-Prinzip“

Hier einige wertvolle Tipps: Zu den häufigsten Sportverletzungen zählen Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sowie kleine offene Hautwunden. Wer Erste Hilfe leistet, kann sich bei allen diesen leichteren Verletzungen nach dem so genannten „DRK-Prinzip“ richten.

Dabei steht „D“ für Druck, „R“ für Ruhigstellen und „K“ für Kühlen. Ein Druckverband verschließt bei Sportverletzungen die Gefäße und verhindert weiteren Blutverlust. Ruhigstellen mit einem festen Verband wirkt entlastend und lindert Schmerzen. Ist das Bein verletzt, am besten hoch lagern (etwa auf einer zusammengerollten Decke), bis professionelle Hilfe kommt. Kühlen verengt die Blutgefäße und begrenzt dadurch Blutergüsse bei Prellungen oder Verstauchungen.

Sportverletzung: Muskelzerrung

Wenn Sie die Muskeln vor dem Sport nicht erwärmen, können bei starker Belastung nach kurzer Zeit krampfartige Schmerzen auftreten. Der Muskel wurde überdehnt. Sehr oft sind die Oberschenkel betroffen, etwa durch viele Schritte beim Sport.

Sofortmaßnahmen bei Muskelzerrung: Den Muskel vorsichtig dehnen, die Stelle kühlen. Weitere Behandlung: Belasten Sie das betroffene Körperteil drei Tage nicht. Danach mit sanften Dehnübungen langsam aktivieren, jedoch nur bis an die Schmerzgrenze.

Prellungen

Bei Stürzen oder heftigen Stößen ziehen sich Muskeln oder Knochenpartien leichte Prellungen zu. Oft folgt ein Bluterguss, meist ohne eine äußere Verletzung der Haut. Sofortmaßnahmen bei Prellungen: Kühlen, Druckverband anlegen. Weitere Behandlung: Bei starken Schmerzen zum Arzt gehen, um festzustellen, ob eine Knochenverletzung dahinter steckt. So beugen Sie vor: Gefährdete Körperteile immer schützen, am besten mit Bandagen.

Verstauchungen

Am häufigsten gibt es bei Sportverletzungen Verstauchungen am Sprunggelenk (Knöchel) durch Umknicken auf unebenen Böden sowie am Handgelenk durch Überstrecken. Dabei überdehnen sich die Kapselbänder des Gelenks, es kommt zu Gewebeeinrissen. Die Folge: Das Gelenk schwillt an und schmerzt. Sofortmaßnahmen: Kühlender Druckverband, das Gelenk ruhig stellen

Weitere Behandlung bei Verstauchungen: Zum Arzt gehen, um einen Bänderriss auszuschließen. Nach Abklingen der akuten Beschwerden feuchtwarme Umschläge, Stützverband und Bewegungsbäder anwenden. So beugen Sie vor: Gymnastik zur Kräftigung der Fuß- und Wadenmuskulatur sowie Fußwechselbäder helfen.

Kleine Hautwunden

Ein Sturz auf rauem Boden, und schon ist es passiert: Schürf- und Hautwunden sind die Folge. Sie brennen im ersten Augenblick, bluten jedoch wenig. Hier besteht immer Infektionsgefahr! Sofortmaßnahmen: Desinfektion der betroffenen Hautpartien. Mit steriler Mullkompresse abdecken und verbinden.

Weitere Behandlung: Verband täglich erneuern. Tetanus-Schutzimpfung auffrischen, wenn die letzte Impfung länger als fünf Jahre zurückliegt. Bei andauernden Problemen zum Arzt gehen. Behandlung der Entzündung erfolgt oftmals mit Antibiotika. So beugen Sie vor: Sie können solchen Hautwunden am besten vorbeugen, wenn Sie bei vielen Sportarten lange Hosen und langärmelige Hemden tragen.

Blasen

Blasen entstehen vor allem an den Füßen durch zu enge Schuhe oder durch Scheuern bei zu großen Schuhen. Sofortmaßnahmen: Sobald Sie etwa an den Fersen ein Brennen spüren, die entsprechende Stelle mit einem Pflaster abpolstern.

Weitere Behandlung: Eventuell die Blase vorsichtig mit einer sterilen Nadel punktieren und die Gewebeflüssigkeit herauslaufen lassen. Danach gründlich desinfizieren. Die Blase nicht ganz öffnen oder die Haut wegschneiden. Entzündet sich die Blase, zum Arzt gehen. So beugen Sie dieser Sportverletzung vor: Neue Sportschuhe nach und nach einlaufen. Auf gut sitzende Strümpfe achten. Gefährdete Hautstellen gut einpudern.

Bandagen stützen und schützen

Sportliche Aktivitäten gehen oftmals auf die Gelenke. Mit Bandagen vermindern Sie das Verletzungsrisiko. Bandagen gibt es mittlerweile für alle wichtigen Gelenke und Muskelpartien. Sie schützen beispielsweise Ellbogen, Sprunggelenk, Handgelenk und Rücken (gibt es in Apotheken und Sanitätshäusern).

Foto: © Jeanette Dietl – fotolia.com

RWG Redaktion

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