Chinarindenbaum

Verschiedene Heilpflanzen und eine daraus gewonnene Tinktur

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Die Chinarinde ist ein dicht belaubter Baum, der bis zu 25 m hoch werden kann. Junge Zweige sind weichhaarig und haben eine helle Rinde. Die Rinde älterer Teile ist rotbraun und von tierissiger Borke bedeckt. Rindensaft ist rötlich verfärbt.

Die gegenständigen Blätter am Chinarindenbaum sind dünn und ganzrandig. Auf der Oberseite glänzen sie dunkelgrün, die Unterseite ist matt und manchmal rötlich. Der Kelch der Blüten ist becherförmig, fünfzipfelig und purpurfarbig. Die röhrige Krone besitzt 5 weichhaarige Zipfel, die tellerförmig ausgebreitet sind. Die Frucht ist eine längliche, beiderseits zugespitzte Kapsel. Die Samen sind sehr klein, bräunlich, flach und haben einen breiten Saum.

Anwendung

Anwendungsgebiete: Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.

Dosierung (soweit nicht anders verordnet):

  • Tagesdosis: 1 bis 3g Droge; 0,6 bis 3g Chinafluidextrakt mit 4 bis 5% Gesamtalkaloiden; 0,15 bis 0,6g Chinaextrakt mit 15 bis 20% Gesamtalkaloiden; Zubereitungen mit entsprechendem Bitterwert.
  • Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge sowie andere, bitterschmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Hinweise

Gegenanzeigen: Schwangerschaft; Überempfindlichkeit gegen Cinchona- Alkaloide wie Chinin oder Chinidin. Wechselwirkung mit anderen Mitteln: Bei gleichzeitiger Gabe von Wirkungsverstärkung von Antikoagulantien.

Litearatur

  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne „Heilpflanzenlexikon“, 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Deutschmann, F.; Hohmann, B; u.a. „Pharmazeutische Biologie“; 3.Aufl., Gustav Fischer Verlag Stuttgart 1992

Lateinische und sonstige Namen

  • Cinchona succiruba
  • Chinarindenbaum

Nebenwirkung

Gelegentlich können nach Einnahme von chininhaltigen Arzneimitteln Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien oder Fieber auftreten. In seltenen Fällen ist eine erhöhte Blutungsneigung durch Verminderung der Blutplättchen zu beobachten (Thrombocytopenie). In diesen Fällen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine Sensibilisierung gegen Chinin oder Chinidin ist möglich.

Vorkommen

Herkunft: Osthänge der Anden; Indonesien, tropisches Afrika

Wirkstoffe

Chinarinde, bestehend aus der getrockneten Rinde von Cinchona pubescens (synonym Cinchona succirubra) oder von deren Varietäten und Hybriden, sowie Zubereitungen aus Chinarinde in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Alkaloide und andere Bitterstoffe.

Wirkung

Die Droge wirkt Magensaft- und Speichelsekretion fördernd.

Heilpflanzen-Lexikon: Buchstabe C

RWG Redaktion

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